__Architektur Forum Ostschweiz________

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Mai I Juni I Juli I Aug.I
Sep.I Okt.I Nov.I Dez.I


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2007 I 2008 I 2009 I 2010 I
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Jahresprogramm 2010

Architektur im Gespräch : Jeden ersten Montag im Monat im Forum.

 
 
 
Ausstellung:
Artigas : Bo Bardi : Mendes da Rocha
eine Spurensuche in Brasilien von Günter Richard Wett
4. Okt. – 6. Dez., jeweils Sa + So 13 – 15 Uhr, Mo 6.Dez.ab 18 Uhr
Domus /WohnEvent St. Gallen, Sa 20. + So 21. Nov. 12 –17 Uhr

Die moderne brasilianische Architektur verbindet man gemeinhin mit Oscar Niemeyer und dem Neubau der Hauptstadt Brasilia (1956-60). Ab 1955 entwickelte sich in São Paulo eine zweite Strömung, die schrittweise den «Modernismo Carioca» rund um Lúcio Costa, Affonso
E. Reidy und Oscar Niemeyer und deren Paradigma des formbetonten, modellierten Bauens ergänzte: es entstand die sogenannte «Escola Paulista». Charakteristisch für diese eigenständige Bewegung sind Bauwerke von aussergewöhnlicher Klarheit, konzeptioneller Stringenz und atmosphärischer Dichte, oft ausgeführt als Stahlbetonkonstruktionen mit grossen Spannweiten, die öffentliche Räume überspannen und angepasst sind an die gesellschaftspolitischen Entstehungsbedingungen, das Klima, die Materialverfügbarkeit und die sozialen Bedürfnisse des Landes und seiner Menschen.
Der Fotograf Günter Richard Wett hat sich auf die Suche nach den Spuren dieser wenig bekannten Seite der modernen brasilianischen Architektur gemacht und zentrale Projekte von João Batista Vilanova Artigas (1915-85), Lina Bo Bardi (1914-92) und Paulo Mendes
da Rocha (geb. 1928) in São Paulo und Salvador besucht. Mittels Fotografien und Interviews nähert sich Wett den drei ArchitektInnen und vermittelt ihre Haltung sowie die städtebau lichen und sozialen Dimensionen ihrer Bauwerke. Die architektonischen Visionen werden
heute von der sozialen und wirtschaftlichen Realität konterkariert, und einst schrankenlose Häuser und offene Erdgeschosse, die als kommunikative, öffentliche Orte konzipiert wurden, werden zunehmend umzäunt und verbarrikadiert.

Eine Ausstellung von aut.architektur und tirol, Innsbruck, in Zusammenarbeit mit dem Architektur Forum Ostschweiz
Veranstaltungssponsor: Domus , Halotech Lichtfabrik



Spurensuche in Brasilien:
Lina Bo Bardi – Subtile Stoffe der Architektur
Mo 22. November, 19.30 Uhr im Forum
Olivia de Oliveira, Architektin, Autorin, Lausanne
Die gebürtige Italienerin Lina Bo Bardi (1914 – 92) formulierte mit wenigen, meist öffentlichen Bauten eine eigenständige Position innerhalb der brasilianischen Architektur. Indem sie kühne konstruktive Lösungen mit grossem Einfühlungsvermögen in die brasilianische Kultur verband, entstanden Bauwerke von formaler Einfachheit, starker Präsenz und sensualistischer Dichte.
Beispielhaft für ihre kontextuelle Herangehensweise ist das Kunstmuseum MASP, ein auf zwei Stahlbetonrahmen aufgehängter Betonkörper im Zentrum von São Paulo. Durch das Anheben des Gebäudes hält sie den Durchblick frei und erweitert den Strassenraum um einen öffentlichen Platz. Die Umgestaltung einer stillgelegten Fabrik in das Kultur- und Sportzentrum SESC-Pompéia veranschaulicht ihre architektonischen Grundideen: eine soziale Architektur, bei der die Ökonomie der Mittel das Poetische nicht verhindern darf, und die auf einer respektvollen Haltung gegenüber den Benutzern basiert.
Lina Bo Bardi prägte als Architektin, aber auch als Designerin, Bühnenbildnerin, Kuratorin und Theoretikerin das kulturelle und soziale Leben ihrer Wahlheimat Brasilien. Inspiration für ihre Arbeit war die afro-brasilianische Kultur. In der traditionellen Architektur fand sie, was sie im «International Style» vermisste, nämlich eine Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Bedürfnissen des Menschen.

Architektur im Gespräch:
Mehr Lust als Bescheidenheit
Mo 6. Dezember, 19.30 Uhr im Forum
Adolf Krischanitz, Architekt, Wien/Zürich im Gespräch mit Marcel Meili, Architekt, Zürich
anschliessend gemütlicher Jahresausklang
[...]
Krischanitz: Welche Rolle spielen Kategorien wie Ethik, Ästhetik und Zufall in eurer Arbeit? In welchem Verhältnis könnten sie zueinander stehen?
Meili/Peter: Das scheint mir eine Frage zu sein, die eher an dich selbst zu richten wäre, weil wir viel weniger als du einen produktiven Umgang mit dem Zufall pflegen. Wahrscheinlich liegt uns das auch nicht. Ich nehme an, dass du eine solche Ethik des
Zufalls voraussetzt, oder nicht?
[...]
aus «Marcel Meili/Markus Peter, 1987-2008», Verlag Scheidegger & Spiess AG, Zürich, 2008

[...]
Krischanitz: Hier geht es mehr um Lust als um Bescheidenheit. Den Zufall integrieren zu wollen zeugt von Angst vor Kontrollverlust und ist eher unbescheiden. Vielleicht ist die erstrebte Autorschaft jene, die ein Regelwerk nicht zwanghaft, sondern gelassen verfolgt
und damit auch gleich dessen Negation und Auflösung als dialektische Möglichkeit inkorporiert. Ohne einer Zweideutigkeit das Wort zu reden ist damit das Verfahren des Dialogs als das der komplexeren Lösungskompetenz gewählt worden.
Meili: «Dialog» bedeutet, dass Regeln bei der Bewertung und Auswahl des Zufalls ins Spiel kommen. Welche?
Krischanitz: Regeln sind bei der Bewertung und Auswahl des Zufälligen immer im Spiel, vergleichbar mit dem Entgrenzten, das letztlich nicht ohne die Grenze auskommt. Der Dialog kann eine mechanistische, starre Regel durch eine neue ins Verhältnis setzende
Technik ablösen.
[...]
aus «Adolf Krischanitz: Architektur ist der Unterschied zwischen Architektur», Hrsg. Uta Graff, Verlag Hatje Cantz Ostfildern, 2009

Adolf Krischanitz, Architekt. Büros in Wien und Zürich, lehrt an der Universität der Künste, Berlin.
Marcel Meili, Architekt. Büro Meili/Peter Architekten Zürich, lehrt im Studio Basel der ETH Zürich.
Bildnachweis: Projekt Mustersiedlung Hadersdorf, Österreich, 2000 – 2008, links «Haus 5», Meili/Peter Architekten, rechts «Haus 2», Adolf Krischanitz, Fotos: Pez Hejduk

   
Rückblick 2010  

Architektur im Gespräch : Jeden ersten Montag im Monat im Forum.

 
Architektur im Gespräch:
Utopie Alpenhof
Mo 4. Januar, 19.30 Uhr im Forum
Peter Weber, Schriftsteller, im Gespräch mit dem Architekten Marco Köppel.
Mehrzweckherberge, Kulturfrachter, Begeisterungsstätte Bücher-, Stern- und Wetterwarte,
Postautostation: Der Alpenhof ist vieles und weitere Begriffe sollen noch erfunden werden.
Das ehemalige Hotel Alpenhof befindet sich auf dem schönstvorstellbaren Aussichtspunkt
1100 m.ü.M. und lässt die vielfältigen Landschaften der Ostschweiz und ihrer europäischen Nachbarn in einzigartiger Weise erfahrbar werden: die beiden Appenzellerländer, das St.Galler Rheintal, Deutschland, Österreich, Liechtenstein. Vom Alpenhof aus überblickt man weite Teile des südlichen deutschen Sprachraums.
Seit nunmehr acht Jahren wird der Alpenhof vom Verein Alpenhof als Ort des kulturellen Austausches betrieben und hat sich als vitale Verknüpfungsstätte erwiesen. Aus Liebe und Begeisterung zu diesem Ort ist mit den Jahren um den Alpenhof ein regionales, nationales und internationales Netzwerk gewachsen.
Wind, Wolkenwechsel, Berge und Ebenen, Bodensee und Alpstein, Nebelmeere, Sonne, prächtige Wälder, eine reiche Flora rund ums Haus. Weite und Weile, Freiraum, Ferne. Niemand (selbst die landschaftsverwöhnten Kanadier) blieb vom Genius loci unberührt. Im Alpenhof trifft Trogen auf Toronto, Zürich auf Oberegg, St.Gallen auf Berlin, Film auf Musik, Kunst auf Schelleschötter, Westschweiz auf Ostscheiz, Gesundheitsweg auf
Skilift, Wissenschaft auf Literatur...
Wer je hier war, ob aus nah oder fern, wird wieder kommen.


Architektur.Film
Visual Acoustics - The Modernism of Julius Shulman
Di 19. Januar, 19.30 Uhr im Kinok
Einführung Nils Estrich, Architekt, Triesen FL
VISUAL ACOUSTICS feiert das Leben und die Karriere des Architekturfotografen Julius Shulman (1910-2009), dessen Bilder moderne Architektur einem breiten Publikum näher brachten. Seit den 1930er Jahren fotografierte Shulman Bauten von Architekten wie Frank Lloyd Wright, Richard Neutra, John Lautner, Pierre Koenig und Frank Gehry. Seine Bilder versinnbildlichen die einzigartige Schönheit der modernen Architektur Südkaliforniens. Als einer der führenden Architekturfotografen des 20. Jahrhunderts schloss Shulman Bekanntschaft mit zahlreichen Architekten der Moderne, wie z.B. Gregory Ain oder R.M.Schindler. Shulmans Bilder prägten das Image, welches die Welt während der 50er und 60er Jahre von Los Angeles und dem südkalifornischen Lifestyle hatte. Shulman blieb bis zu seinem Tod im Juni 2009 aktiv als Autor, Berater, Dozent und Aussteller.
R: Eric Bricker, USA 2009, engl. Originalfassung ohne Untertitel, 83’, www.juliusshulmanfilm.com
Weitere Vorführungen: So 24. Jan. 11.00 Uhr, Do 28. Jan. 18.30 Uhr, So 31. Jan. 11.00 Uhr.
Veranstaltungssponsoren: Domus, Fluora, Vitra, Guber

Architektur im Gespräch:
Mehr als Wohnen
Mo 1. Februar, 19.30 Uhr im Forum
Andreas Hofer, Projektentwickler, Zürich im Gespräch mit Carlo Baumschlager,
Architekt, A-Lochau

Das Projekt KraftWerk1 (www.kraftwerk1.ch) war eine Antwort auf die urbane Krise der neunziger Jahre. Drogenelend am Platzspitz, ein starker Bevölkerungsrückgang und das Gerede von der A-Stadt (Arme, Ausländer, Alte) überlagerten sich mit einem Boom des Finanzdienstleistungssektors, Spekulation und chronischer Wohnungsnot. In dieser Situation entstanden auf den frei werdenden Industriearealen riesige, zentrumsnahe Freiräume. 1995 gründete eine Gruppe von Stadtinteressierten die Bau- und Wohngenossenschaft KraftWerk1 mit dem Ziel, eine dichte, durchmischte, ökologisch vorbildliche Siedlung zu bauen. 2001 konnten hundert Wohnungen und das Bürogebäude an der Hardturmstrasse in Zürich-West bezogen werden. In einem der ersten grossen Minergiegebäude der Schweiz leben Familien, Wohngemeinschaften und Behinderte in Wohngruppen in weitgehender Selbstverwaltung.
Die Baugenossenschaft mehr als wohnen (www.mehralswohnen.ch) ist ein Schulterschluss der Genossenschaftsbewegung. Neue Wohnformen, höchste ökologische Standards, technologische Innovation, all dies soll in einem der letzten Industriequartiere in Zürich Platz finden. Die vier Siegerteams eines internationalen Architekturwettbewerbs planen im Dialog mit der Genossenschaft zurzeit das neue Quartier, das im Jahre 2014 bezogen werden soll. Mit mehr als wohnen sind die innovativen Ideen von KraftWerk1 in der Breite des Wohnungsbaus angekommen. Über diesen Normalisierungsprozess und die Perspektiven, welche eine sich verändernde und urbanisierende Gesellschaft bietet, unterhält sich Andreas Hofer mit Carlo Baumschlager.


Architektur.Film
Guber - Arbeit im Stein
Di 16. Februar, 19.30 Uhr im Kinok
Einführung Urs Koster, Architekt, Appenzell
und Kurt Herrmann, Geschäftsführer Guber Natursteine, Alpnach Dorf
Die Neugestaltung "Südliche Altstadt und Gallusplatz" in St.Gallen nimmt Formen an. Die Pflästerung wird mit Tausenden von Guber-Steinen ausgeführt.
Über Alpnach-Dorf im Kanton Obwalden auf rund 1000 Meter Höhe liegt der "Guber", der letzte Steinbruch nördlich der Alpen, in dem Pflastersteine hergestellt werden. Die ausserordentlich schwere Arbeit wurde früher vor allem von Italienern besorgt. Ganze Familien verbrachten ihr Leben auf dem Guber. Heute sind es Saisonniers aus Portugal, die wegen der vergleichsweise hohen Löhne noch hier arbeiten wollen. Der Film zeigt dem Schweizer fremd gewordene Arbeit. Mehr mit Bildern als mit Worten folgt er dem Leben der Arbeiter in einem ihnen fremden Land.

R: Hans-Ulrich Schlumpf, Idee: Paul Hugger, CH 1979, D, 16mm, 53’, www.film-schlumpf.ch
Weitere Vorführung: So 28. Februar, 11.00 Uhr
Veranstaltungssponsoren: Domus, Fluora, Vitra, Guber

Architektur.Film
Cargo
Di 16.März 19.30 Uhr im Kinok
Einführung Matthias Noger, Architekt, Szenenbildner, St.Gallen

Seit dem Öko-Kollaps der Erde lebt der grösste Teil der Menschheit im All, in hoffungslos
überfüllten Raumstationen. Die einzige Hoffnung, diesem Chaos zu entkommen, ist RHEA,
ein paradiesischer Planet, 5 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Geschichte von CARGO spielt auf dem heruntergekommenen Raumfrachter KASSANDRA, auf seinem Weg zur abgelegenen Station 42. Die junge Ärztin Laura ist als einzige wach an Bord. Der Rest der Besatzung: tiefgefroren im Kälteschlaf. Erst in vier Monaten wird Laura ihre lange Schicht Überstanden haben. Während ihrer täglichen Kontrollgänge durch das gespenstisch leere Schiff hat Laura immer mehr das Gefühl, nicht alleine an Bord zu sein. Eine Erkundungsmission in den dunklen und eiskalten Frachtraum endet in einem Fiasko. Der Rest der Besatzung wird geweckt. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, in welchem nichts so ist, wie es erscheint. Was verbergen die geheimnisvollen Frachtcontainer und wer oder was ist noch an Bord?
R: Ivan Engler, Szenenbild: Matthias Noger, CH 2009, D, 90' www.cargoderfilm.ch
Weitere Vorführungen: Fr 19. März 21.30 Uhr, Mi 31. März 20.30 Uhr
Ort: Kinok / Grossackerstrasse 3 / 9006 St. Gallen / Bus Nr. 1/4/7, Haltestelle St. Fiden / Eintritt: Fr. 14.– / Mitglieder Architektur Forum Ostschweiz Fr. 10.– / www.kinok.ch
Reservationen: 071 245 80 68
Veranstaltungssponsoren: Domus, Fluora, Vitra, Guber

Architektur im Gespräch:
Raumepisoden ’Patalab Architecture
Mo 1. März, 19.30 Uhr
Ausstellung Raumepisoden: 6. März - 18. April, jeweils Sa + So 13 - 15 Uhr
Führungen durch die Ausstellung Mo 12. April und Fr 23. April, um 18.00 Uhr

Markus Seifermann und Uwe Schmidt-Hess, Architekten, London, im Gespräch mit Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph, Zollikon
Grusswort von Margit Unser, Max Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek, Zürich
Wann nimmt sich ein Architekt schon zu Herzen, was ihm der grosse Soziologe Henri Lefèbvre ins Stammbuch geschrieben hat: Dass er sich zuerst über den Raum im Klaren werden müsse, bevor er mit der Architektur anfange. Wenn es ans Bauen geht, ist das allzu schnell vergessen. Dann ist klar, dass mit Raum etwas konkretes Dreidimensionales gemeint sein muss, das zwar sinnlich erfahrbar ist, aber in erster Linie rigiden Normen zu entsprechen hat und leider auch Kosten verursacht. Welch ein Reichtum erschliesst sich dem Architekten dagegen, wenn er Lefèbvres Empfehlung folgt!
Die Architekten von ’Patalab aus London betreiben in diesem Sinne räumliche Grundlagenforschung. Sie zeigen mit ihrer Arbeit Wege in die Architektur auf, die mit dem Infragestellen vermeintlicher Raum-Gewissheiten beginnen und über die engen Grenzen des architektonischen Alltagsgeschäfts hinausweisen. Dass sie dabei en passant an den drängenden Fragen des Bauens vorbeikommen, liegt in der Natur der Sache.
Im Architektur Forum Ostschweiz präsentieren ’Patalab zwei architektonische Installationen. Darin scheint Architektur als Generator einer Wahrheit auf, die ihren Absolutheitsanspruch eingebüsst hat und sich im Besonderen, Regelwidrigen einnistet. ’Patalab erweisen sich als architektonische Adepten einer Wissenschaft imaginärer Lösungen, die vom Romancier Alfred Jarry Ende des 19. Jahrhunderts als ’Pataphysik begründet wurde. www.patalab.com
Veranstaltungssponsoren: Kulturförderung Kt. St.Gallen, Belcolor, KHG Bau AG, iGuzzini


Architektur im Gespräch:
Elementares zum Raum
Mo 12. April, 19.30 Uhr
Urs B. Roth, Geometrie-Ingenieur, Zürich, im Gespräch mit Roger Boltshauser, Architekt, Zürich
Die Elemente der Architektur seien Licht und Schatten, Mauer und Raum. Das schrieb Le Corbusier 1923 in seinem prophetischen Text ‚Vers une architecture’.
Heute, fast ein Jahrhundert später, stellt sich die Frage, ob diese aufs Elementare reduzierte Sicht auf den Architektonischen Raum noch wegweisend sein kann im Unterricht für angehende Architekten.

Der Zürcher Architekt Roger Boltshauser (*1964) lehrt an der HTW in Chur, Urs B. Roth (*1946), Architekt und Mathematiker, an der Zürcher Hochschule der Künste. Was beide verbindet, ist ihre Faszination für die elementare Kraft des primären Raumes.
Im Unterricht ‚ABC des Raumes’ führt Urs B. Roth angehende Szenografen in die Grundzüge des Architektonischen Raumes ein. Architektur wird begriffen als Komplementär von Raumbegrenzung und Raum. Nicht nur das Materielle hat Gestalt, der sich bildende Raum ebenso. Die Studierenden arbeiten ausschliesslich analog, erproben an einfachen Kartonmodellen Raum und Öffnung, studieren den Lichteinfall, die Bewegung im Raum. Dieser direkte Zugang zu Raum über ein 3-D-Modell ist zentral. Es scheint das Verständnis für Raum viel besser zu fördern als die besten virtuellen Programme. Manche Architekten scheinen hauptsächlich die materielle Seite der Architektur wahrzunehmen. Das, was sie tagtäglich zeichnen, konstruieren, devisieren und bauen lassen, nimmt ihr Denken gefangen. Es wäre vielleicht an der Zeit, unser Augenmerk wieder vermehrt auf das Wesentliche zu lenken, den Raum.
www.boltshauser.info


Architektur im Gespräch:
Raumepisoden ’Patalab Architecture
Mo 1. März, 19.30 Uhr
Ausstellung Raumepisoden: 6. März - 18. April, jeweils Sa + So 13 - 15 Uhr
Führungen durch die Ausstellung Mo 12. April und Fr 23. April, um 18.00 Uhr
Markus Seifermann und Uwe Schmidt-Hess, Architekten, London, im Gespräch mit Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph, Zollikon
Grusswort von Margit Unser, Max Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek, Zürich
Wann nimmt sich ein Architekt schon zu Herzen, was ihm der grosse Soziologe Henri Lefèbvre ins Stammbuch geschrieben hat: Dass er sich zuerst über den Raum im Klaren werden müsse, bevor er mit der Architektur anfange. Wenn es ans Bauen geht, ist das allzu schnell vergessen. Dann ist klar, dass mit Raum etwas konkretes Dreidimensionales gemeint sein muss, das zwar sinnlich erfahrbar ist, aber in erster Linie rigiden Normen zu entsprechen hat und leider auch Kosten verursacht. Welch ein Reichtum erschliesst sich dem Architekten dagegen, wenn er Lefèbvres Empfehlung folgt!
Die Architekten von ’Patalab aus London betreiben in diesem Sinne räumliche Grundlagenforschung. Sie zeigen mit ihrer Arbeit Wege in die Architektur auf, die mit dem Infragestellen vermeintlicher Raum-Gewissheiten beginnen und über die engen Grenzen des architektonischen Alltagsgeschäfts hinausweisen. Dass sie dabei en passant an den drängenden Fragen des Bauens vorbeikommen, liegt in der Natur der Sache.
Im Architektur Forum Ostschweiz präsentieren ’Patalab zwei architektonische Installationen. Darin scheint Architektur als Generator einer Wahrheit auf, die ihren Absolutheitsanspruch eingebüsst hat und sich im Besonderen, Regelwidrigen einnistet. ’Patalab erweisen sich als architektonische Adepten einer Wissenschaft imaginärer Lösungen, die vom Romancier Alfred Jarry Ende des 19. Jahrhunderts als ’Pataphysik begründet wurde. www.patalab.com
Veranstaltungssponsoren: Kulturförderung Kt. St.Gallen, Belcolor, KHG Bau AG, iGuzzini



Hauptversammlung
Fr 23. April, 19.30 Uhr
Traktanden
1. Begrüssung I 2. Protokoll der HV 2009 I 3. Jahresbericht I 4. Jahresrechnung I
5. Revisorenbericht I 6. Budget und Mitgliederbeiträge 2010 I 7. Wahl der Mitglieder des Vorstandes und des Präsidenten I 8. Allgemeine Umfrage I
Forums-Fest
Anschliessend an die HV um ca. 20 Uhr
Zum Forums-Fest sind alle Mitglieder mit Begleitung herzlich eingeladen.
Klangraum – Raumklang
Jeder Raum hat seinen speziellen Klang, seine besondere Akustik. Mit Kontrabass und Klarinette wird der Raum mehrmals bespielt, aus verschiedenen Standorten, wodurch zusätzliche Klangebenen und Raumerlebnisse entstehen.
Daniel Studer: Kontrabass
Markus Eichenberger: Klarinette / Bassklarinette
Essen
Matthias Kündig und sein Team verwöhnen uns mit Spezialitäten und Köstlichkeiten.
Hauptpreis
Aluminium Group Chairs EA 121 I Sponsor: Vitra
Bücher und DVDs von und über Max Frisch

Veranstaltungssponsoren: Vitra, Delinat


Architektur im Gespräch:
Gärten weitergestalten und neu erfinden
Mo 3. Mai, 19.30 Uhr im Forum
Guido Hager, Landschaftsarchitekt BSLA, Zürich, im Gespräch mit Suzanne Kappeler, Kunsthistorikerin, Oetwil am See
Auf einem ehemaligen Trümmergrundstück im Berliner Stadtteil Schöneberg stand eine Shell Tankstelle aus den 1950er Jahren. Das Planungs- und Umweltamt gab sein Einverständnis, das Tankstellengebäude samt Zapfsäule, ergänzt mit einem gläsernen Ateliergebäude, zu renovieren und einen ummauerten Garten darum herum anzulegen. «Drei Freunde im Winter» sollte dieser Garten beherbergen, d.h. grosse Kiefern, mehrstämmige Zierkirschen und ein Hain aus drei verschiedenen Bambussorten. Ein Garten mit südländischem Flair, eine Oase mitten in der Grossstadt schwebte seinem Gestalter, dem Zürcher Landschaftsarchitekten Guido Hager, vor. Der Wasserkanal mit Fischen unter dem Zapfsäulendach trägt ebenso zur besonderen Stimmung bei wie die weissen Steppenkerzen, Glockenblumen, Lilien, Sonnenblumen und Phlomis in der Kiesfläche. «Grün tanken», das 2007–2008 realisierte Projekt fasst Hagers Verständnis für das Gestalten mit Pflanzen in stimmiger Atmosphäre zusammen, verwendet er diese als Grundmaterial eines Gartens doch in ihren unterschiedlichsten Ausformungen. Ob nun das private Grundstück, urbane Wohnsiedlungen (Limmatwest 1997–2002) oder dieUminterpretation alter Industriegeleise (Gleisbogen 2010–2012) – die Liebe zu Wasserbecken, spannenden Wegführungen, zu Rosenbögen, Blumen und Kräuterparterres in historischen Gärten, Hagers Arbeiten zeichnen sich durch solide Kenntnis und virtuosen Umgang mit Pflanzen aus. Neben dem zeitgenössischen Garten bildet das Weiterdenken, das Nebeneinander von Alt und Neu in Gartendenkmälern einen weiteren Schwerpunkt in Hagers Arbeit.
Eine Veranstaltung des Bundes Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen BSLA und des Architektur Forums Ostschweiz

Veranstaltungssponsoren: Schmitt Natursteinwerk AG, Sport Ring, Waldburger-Gärten


Signaletik:
«Schrift im Raum – Verführen statt Führen»
Do 27. Mai, 19.30 Uhr
Andreas Uebele, Stuttgart
Andreas Uebele ist Inhaber und Geschäftsführer des Büro Uebele in Stuttgart, Jahrgang 1960, Studium Architektur und Städtebau an der Universität Stuttgart und freie Grafik an der Kunstakademie Stuttgart. Seit 1998 Professor für visuelle Kommunikation an der FH Düsseldorf. Die Arbeiten des Büros Uebele wurden in den letzten Jahren mit über 250 Auszeichnungen gewürdigt. Sein im Jahr 2006 erschienenes Buch «Orientierungssysteme und Signaletik» darf als das wegweisende Standardwerk bezeichnet werden. Orientierungs-und Leitsysteme sind (lebens-) wichtig. Dennoch werden sie oft vergessen im Bermudadreieck zwischen Bauherrn, Architekt und Bauleiter. Zu spät und oft halbherzig erfolgt der Auftrag an den Grafiker, der es dann retten soll. Oft wird trotz richtungweisender Architektur an dem gespart, was dem Benutzer Orientierung gibt, stattdessen entsteht ein Schilderwald nachträglich angebrachter visueller Hilfeschreie. Dabei kann der Dialog zwischen Architektur und Grafikdesign nicht nur anregend, spannend und konstruktiv, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes äusserst zielführend sein. Da Andreas Uebele Architekt und Designer ist, liegt es nahe, dass er sich der Schnittstelle zwischen 3-D und 2-D widmet, Systemen, die Orien tierung geben, ohne sich führend in den Vordergrund zu drängen. Dann wird Führung zu Verführung und Orientierung zum Vergnügen.
In Zusammenarbeit mit Alumni HFKG www.hfkg.ch und Schule für Gestaltung St.Gallen
Veranstaltungssponsoren: GBS

Landschaftsarchitekturtag
Sa 5. - So 6. Juni
Am Landschaftsarchitekturtag 2010 präsentieren Mitglieder des BSLA rund 100 Gärten und Anlagen in der ganzen Schweiz. Sie erhalten Gelegenheit, unter fachkundiger Führung der Projektverfasser mehr über die Entstehung und Gestaltung der vorgestellten Objekte zu erfahren.
www.cuntradas.ch

geführte Bustour:
LandschaftsarchitekTour 2010
Sa 5.Juni
Programm auf der EK


Architektur im Gespräch:
Schweizer Pavillon in Shanghai
Mo 7. Juni, 19.30 Uhr im Forum
Andreas Bründler, Buchner Bründler Architekten, Basel, im Gespräch mit Andreas Hunkeler, element Ausstellungsgestaltung, Basel
Bergwiese auf urbanen Zylindern
Der Schweizer Pavillon auf der Expo 2010 in Shanghai ist dem Thema ‹Rural and Urban Interaction› gewidmet. Entsprechend spiegelt dessen Architektur und Ausstattung die symbiotische Beziehung zwischen Stadt und Land in der Schweiz wider. Das Gebäude besteht aus einem grün bewachsenen Flachdach auf zwei Zylindern mit einer davor abgehängten transparenten Fassade, die lebendig auf Lichteinwirkung reagiert.
Mensch, Natur und Technik in Symbiose
Die Ausstellung thematisiert die ausgeglichene Beziehung von Mensch, Natur und Technik in der Schweiz. Auf der ansteigenden Rampe befinden sich die etwa zehn Ferngläser des Prologs, auf der abschüssigen Rampe 40 weitere Ferngläser mit dreidimensionalen virtuellen Ausblicken auf die wohl ausgestattete und gut funktionierende Schweiz.

Quelle: www.iart.ch

Neue Wettbewerbslandschaft Schweiz?
Mo 21. Juni
Thesen und Debatten zu den neuen sia- Wettbewerbsordnungen 142 und 143.
Eine öffentliche Veranstaltung des BSA Ostschweiz.
Die Einführung der sia-Ordnung 143 zum Studienauftrag bewegt unsere Gemüter. Seit einiger Zeit lotet die Arbeitsgruppe Wettbewerbe des BSA Ostschweiz die aktuelle Verfahrens- und Beschaffungslage aus, um etwas Licht in das Dickicht der aktuellen Wettbewerbslandschaft zu bringen. Als Erstes ist dafür eine Klärung von Begriffen und Zuordnungen notwendig.
16.00 – 17.45 Uhr
Zum globalen Wettbewerb: Übertragung des Live-Spiels Schweiz – Chile an der WM-Bar

18.30 – 20.30 Uhr
Zum nationalen Wettbewerb: Evaluation der neuen sia-Ordnungen 142 und 143
Einführung zum Stand der Dinge (Arbeitsgruppe Wettbewerbe BSA Ostschweiz: Beat Consoni, Martin Engeler, Meinrad Hirt, Martin Hitz, Jürg Spreyermann, Astrid Staufer)
Kurz-Statements zu den neuen sia-Ordnungen durch Vertreter von Ausloberschaften:
Werner Binotto, Kantonsbaumeister St.Gallen
Markus Friedli, Kantonsbaumeister Thurgau
Erol Doguoglu, Stadtbaumeister St.Gallen
Andreas Hüttenmoser, Raiffeisen Schweiz Genossenschaft
Moderierte Diskussion

Vor Ort
Neue Monte-Rosa-Hütte SAC : 2883 m ü.M.
Fr 25. Juni – Sa 26. Juni
Herrliches Bergwetter, archaische Gletscher, ideale Verhältnisse, 2 engagierte Vorträge über aussergewöhnliche Anforderungen und Arbeitsbedingungen: ein spezielles Resultat.
Schön wars!

Weithin sichtbar thront das autarke, kristallartige Bauwerk auf einem Felsrücken über Grenz- und Gornergletscher am Fusse des Monte-Rosa-Massivs. Das innovative Projekt ist in der Zusammenarbeit von der ETH Zürich, dem Schweizer Alpen-Club SAC sowie vielen Fachleuten, Herstellern und Handwerkern entstanden. Die VELUX Schweiz AG und das Architektur Forum Ostschweiz lassen sich «Vor Ort» über das aussergewöhnliche Projekt informieren. www.neuemonterosahuette.ch
Die Wanderung durch alpines Gelände zur Neuen Monte-Rosa-Hütte dauert etwa 3,5 h. Der markierte Hüttenweg führt uns von der Station «Rotenboden» leicht abwärts zum Gornergletscher. Wir überqueren diesen bis an den Rand des Grenzgletschers und steigen den etwas steileren Schlussanstieg zur Neuen Monte-Rosa-Hütte hinauf.
Veranstaltungssponsor: Velux



ein paar Fotos...
Architektur im Gespräch:
Mo 5. Juli, 19.30 Uhr im Forum
Kathrin Hilber, Regierungsrätin, St. Gallen, im Gespräch mit Paul Knill, Architekt, Herisau
«Wo Menschen im Gespräch sind, entstehen neue Erkenntnisse, Erfahrungen und Bilder über das Gegenüber. Solche lustvolle Begegnungsmomente eröffnen neue Zugänge nicht nur zu neuen Themen, sondern auch zu ‹Geschichten, die das Leben schrieb›».
 

Energie
Architektur für die Zeit im Überfluss der Energie
Do 19. August, 19.30 Uhr
Ludger Hovestadt, Architekt und Informatiker, Professor am Institut für Technologie in der Architektur an der ETH, Zürich
Aus der Sicht eines Architekten und Informatikers wird eine technisch valide, optimistische Energiezukunft entworfen. Wir haben heute die Option einer Solargesellschaft im Überfluss sauberer und konkurrenzlos günstiger Energie schon in der nächsten Generation. Das ist in
der heutigen Landschaft apokalyptischer Zeichnungen unserer Zukunft eine überraschende Perspektive und gleichzeitig ein klares Lösungsangebot unserer aktuellen Energie-, Wasser- und Umweltprobleme. Die Implikationen und Fragestellungen auf der neuen Ebene sind aber
ebenso überraschend wie grundlegend auch für die Architektur: wir verlieren viele unserer gestalterischen, technischen, ökonomischen, politischen und legislativen Sicherheiten, wenn wir uns nicht mehr in energetischer Knappheit organisieren müssen.
Eine Veranstaltung des Bundes Schweizer Architekten BSA Ostschweiz und des Architektur Forums Ostschweiz

Vor Ort
Backsteintour
Montagnachmittag, 23. August
Weingut Gantenbein, Fläsch
Am Rand der Weinberge steht das Weingut Gantenbein. Sein Weiterbau ist ein Haus aus Betonpfosten, ausgefacht mit spektakulär vermauerten Ziegeln. Keiner steht gerade auf dem Andern, kein Zwischenraum ist wie der Andere. Das Resultat sind poetische Licht- und Schattenspiele, anders zu jeder Stunde – ein Theater des Ziegelsteins. Die Fassade ist eine Zusammenarbeit von Bearth & Deplazes Architekten mit Gramazio & Kohler. Sie spielen mit den Motiven Traube, Sonne, Korb und Fass und sie setzten erstmals den mauernden Roboter des Lehrstuhls Digitale Fabrikation der ETH Zürich ein.
Führung durch Matthias Kohler
(Bauen in Graubünden, Verlag Hochparterre und Bündner Heimatschutz, Zürich 2006)
Zentrum Alterspsychiatrie Pfäfers
Das ehemalige Benediktinerkloster von Pfäfers trohnt prägnant über der Rheinebene und formuliert den Eintritt ins Dorf. Die mächtige Anlage kontrastiert die kleinteilige Dorfstruktur und schafft einen unverwechselbaren Fokus. Mit dem neuen Gebäude für die Alterspsychiatrie wird diese Disposition gestärkt. Die ehemalige Klosteranlage bleibt im Zentrum. Das Gebäude nimmt mit den drei Armen Bezug zur kleinteiligen Dorfstruktur auf. Durch die Vor- und Rücksprünge wird die Grösse des Hauses gebrochen. Die neue Anlage für die Alterspsychiatrie tritt somit in einzelnen überschaubaren Abschnitten in Erscheinung. Das Gebäude, das sich gegen Aussen mit den Gebäudearmen zur Landschaft hin öffnet, schafft gegen Innen zusätzlich introvertierte Aussenbereiche.
huggen berger fries Architekten AG ETH SIA, Zürich
Führung durch Lukas Huggenberger
Programm
Treffpunkte: 13.00 Uhr in St.Gallen, Rückkehr: ca. 19.30 Uhr
Das detaillierte Programm wird den Teilnehmern nach der Anmeldung zugesandt.
Anmeldung mit Adressangabe, E-Mail-Adresse und Telefonnummer bis 9.August an:
Architektur Forum Ostschweiz / Sabine Hutter / huttersabine@hotmail.com
Veranstaltungssponsoren: Keller Ziegeleien, Schenker Storen  


Energieeffizienz : Energie- Workshop 2010
Fr 27. August, 13.30 – 20.00 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen lädt das
Architektur Forum Ostschweiz Planende und Interessierte zu einem weiteren Energie- Workshop ein. In Kleingruppen werden unter sachkundiger Leitung Neuerungen und Bewährtes spezifischer Themenfelder erörtert. Ziel ist es, Methoden und Techniken zum effizienten Einsatz von Energie kennen und anwenden zu lernen.
Einführungsreferat
Susi Rehsteiner, Architektin, St. Gallen (Script.pdf)
MINERGIE- Eco beim Umbau des Schulhauses Schönenwegen, St. Gallen
Andreas Edelmann, Energieberater, Zürich (Script.pdf)
GEAK – Gebäudeenergieausweis der Kantone
Peter Dransfeld, Architekt, Ermatingen
Energieaktive Hülle (Heute/Morgen/Gestaltung)
Jörg Drechsler, Energieingenieur, St. Gallen
Energiesysteme (Vorgehen/Checkliste/Arten)
Stefan Schrader, Umweltnaturwissenschafter, Zürich (Script.pdf)
Raumlufthygiene
Anschliessend Apéro
Teilnehmerzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich.
Anmeldung mit vollständiger Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse bis
6. August unter energie@a-f-o.ch
Mitglieder Architektur Forum Ostschweiz Fr 80.–, Nichtmitglieder Fr 120.–
Eine Veranstaltung des Amtes für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen und des Architektur Forums Ostschweiz
Veranstaltungssponsoren: Flumroc, Hälg, Ernst Schweizer, Soltop, Xella


Tag des Denkmals 2010
Mo 30. August 19.30 Uhr
Wärmedämmung in historischer Bausubstanz

Patrick Thurston, Architekt, Bern, zeigt wie man’s macht und Hansjürg Leibundgut, Professor für Gebäudetechnik an der ETH, erklärt, warum es gar nicht notwendig ist.
Eine Veranstaltung des kant. und städtischen Amtes für Denkmalpflege, St. Gallen und des Architektur Forums Ostschweiz

Architektur im Gespräch:
Der ökologische Umbau der Stadt
Mo 6. September, 19.30 Uhr im Forum
Professor Albert Speer, Architekt, Albert Speer & Partner GmbH, Frankfurt am Main im Gespräch mit Andrea Näf-Clasen, Architektin und Raumplanerin, Leiterin Abteilung Ortsplanung im Baudepartement des Kantons St. Gallen
Durch die aktuelle Rückbesinnung auf die Stadt als bevorzugten Ort für Wohnen und Arbeit, Wirtschaft und Handel, wächst die Bedeutung der städtebaulich-funktionalen Qualität der Innenstadt. Sie wird zu einem wichtigen Kriterium im internationalen Standortwettbewerb um Investitionen und gut ausgebildete Arbeitskräfte. Die Kölner Innenstadt weist mit historischen Gebäuden von Weltgeltung, einer grossen, stabilen Wohnbevölkerung sowie ausgeprägten Handels- und Dienstleistungsstrukturen erhebliche Potentiale aber auch nennenswerte Defizite auf. Mangelnde bauliche und gestalterische Qualität, auch an sensiblen Orten, suboptimal organisierte Plätze und ein massiver Substanzverzehr bei öffentlichen Strassen und Gebäuden sind die offenkundigen Anzeichen eines vielschichtigen
Problems. Um die Potentiale zu mobilisieren und Defizite auszugleichen bedarf es einer langfristig angelegten Entwicklungsstrategie. Ziel ist es, einen politischen und öffentlichen Konsens zu erreichen. Das geeignete und für dieses Projekt ausgewählte Instrument ist ein
anpassungsfähiger Masterplanprozess, der stetig weiterentwickelt werden kann. Mit dem Masterplan soll ein städtebaulicher Rahmen gesetzt werden, der Visionen aufnimmt, Vorschläge für deren langfristige Umsetzung formuliert und in einen planerischen Rahmen überführt.
www.as-p.de

ArchitekTour
Istanbul – Kulturhauptstadt 2010
Mi 15. September – So 19. September
Märchenhaft thront Istanbul am Bosporus mit seiner bunten Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, islamischer Tradition und moderner Metropole im Partyrausch, zwischen Europa und Asien. Herrliche Paläste, Museen und Moscheen sowie die ältesten Basare der arabischen Welt schaffen hier einen unerschöpflichen Reichtum kultureller Inspirationen.
Die Lage Istanbuls, wo fast jeder Einwohner Bosporusblick geniesst, ist kaum zu übertreffen, und jeder Besucher versteht schnell, warum diese Stadt, in der die Spuren des einstigen Glanzes von Konstantinopel und Byzanz überall präsent sind, die Menschen auch heute noch wie schon seit Jahrtausenden magisch anzieht.
Neben den «klassischen» Sehenswürdigkeiten wie Hagia Sophia, Topkapi-Palast und die blaue Moschee werden wir auch traditionelle Holzarchitektur und einige moderne und zeitgenössische Gebäude besichtigen. Basar- und Hamambesuch.


Anmeldekarte.pdf

Mo 4. Oktober, 19.30 Uhr im Forum : Vernissage der Fotoausstellung
Günter Richard Wett, Fotograf, Innsbruck, im Gespräch mit Annette Spiro, Architektin, Zürich

Veranstaltungssponsor: Domus


Architektur im Film:
Oscar Niemeyer
Das Leben ist ein Hauch – A Vida É Um Sopro

Mo 18. Oktober, 19.30 Uhr im Forum
Entstanden zu seinem 100. Geburtstag, lässt der Dokumentarfilm den Architekten selbst die Geschichte seiner grossen Bauprojekte erzählen. In der modernen Architektur hat Oscar Niemeyer revolutionäre Veränderungen initiiert – seine Verwendung von Stahlbeton ist legendär. Und auch mit über hundert Jahren ist er immer noch eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen seines Landes, ein Künstler, der sich zeitlebens für die Verbesserung des menschlichen Zusammenlebens engagiert hat. Der Film folgt der Spur seiner Bauwerke von Rio und Belo Horizonte über São Paulo, Paris, bis nach New York und Niterói natürlich auch in die brasilianische Hauptstadt Brasília, die nach seinen Plänen zwischen 1956 und 60 im Hinterland entstand. Das Bauhaus nannte Niemeyer ein starres «Paradies der Mittelmässigkeit». Er hielt es eher mit Le Corbusier, der Architektur als Erfindung definierte. Die Funktion sollte der immer wieder neuen, überraschenden Form folgen und nicht umgekehrt. Einfach, klug, direkt und schelmisch gibt Niemeyer seine Lebens- und Arbeitsweisheiten preis und lobt die Kurve als vollkommene architektonische Form.
«Ich bin wie einer dieser alten Pessimisten. Ich glaube, dass das Leben nur einen kurzen Augenblick währt. Der einzelne Mensch ist nicht wichtig, er wird geboren und stirbt. Er muss seinen Blick zum Himmel erheben und fühlen, wie klein er ist, er muss bescheiden sein und wissen, dass nichts wirklich wichtig ist. Das Leben ist ein Hauch, nur ein kurzer Augenblick.» (Oscar Niemeyer)

 
Architektur im Gespräch:
Richtplan der Stadt St.Gallen
Mo 25. Oktober, 19.30 Uhr im Forum
Elisabeth Beéry, Direktorin Bau und Planung
Helen Bisang, Stadtplanerin
Beat Rietmann, Stadtingenieur
Die Stadt St.Gallen hat in den letzten Jahren das raumbezogene planerische und rechtliche Instrumentarium systematisch aufgearbeitet – teilweise aktualisiert, teilweise vollständig neu erstellt. Nach der Zonenplan- und Bauordnungsrevision von 2001/2006 liegt nun der Entwurf des Stadtrates für einen städtischen Richtplan vor und wird in ein breites Mitwirkungs- und
Vernehmlassungsverfahren gegeben.
Der zur Diskussion stehende Richtplan zeigt die räumliche Stadtentwicklung für die nächsten Jahrzehnte auf. Er basiert auf einem integralen Planungsverständnis und umfasst alle drei raumrelevanten Bereiche, d.h. Siedlung, Verkehr und Landschaft – aus lokaler wie auch aus regionaler Sicht. Politische Grundlage und Rahmenbedingung bilden die vom Parlament beschlossenen «Grundzüge der räumlichen Entwicklung» mit Kernzielen und Strategien. Thematisiert werden quantitative wie qualitative Aspekte, Nutzungs- und Interessenkonflikte sowie Anforderungen an die weiterführenden Planungen, räumlichen Konzepte und Entwicklungen.
Für die Siedlungsentwicklung werden die Möglichkeiten und Chancen der Verdichtung, der Umstrukturierung und der Siedlungsarrondierung aufgezeigt – zusammen mit den jeweiligen städtebaulichen, infrastrukturellen und verkehrlichen Anforderungen und Konsequenzen.
Für die Verkehrsentwicklung ist die möglichst weitgehende Bewältigung der Mobilitätszunahme mit dem öffentlichen Verkehr und dem Langsamverkehr die zentrale Vorgabe. Die zur Diskussion stehenden Verkehrsausbauten – ÖV-Eigentrassierung und Spange A1 – werden im stadträumlichen Kontext betrachtet und weiter zu untersuchen sein. Die Entwicklung der Freiräume und Landschaftsgebiete wird in Zusammenarbeit mit Kanton, Ortsgemeinden und Nachbargemeinden mit bestehenden Grundlagen weitergeführt und sowohl grossräumig wie auch in Teilgebieten neu angegangen.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt St.Gallen, dem Stadtplanungsamt und dem Architektur Forum Ostschweiz

Architektur im Gespräch:
Umgangskultur im Bauwesen
Mo 8. November, 19.30 Uhr im Forum
Anita Lutz, Bauingenieurin und Mediatorin, Zürich, im Gespräch mit Karin Salm, Kultur-
redaktorin DRS 2
Aus der Chemiestunde wissen wir, dass die passende Umgebung essentiell ist, damit die gewünschten chemischen Prozesse optimal ablaufen bzw. überhaupt ablaufen können.
Auch eine gute Umgangskultur ist notwendig, damit die gewünschten Planungs- und Ausführungsprozesse im Bau optimal ablaufen bzw. überhaupt ablaufen können.
Als Umgangskultur sei hier die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, und die Haltung und Gesinnung, welche dahinter steht, gemeint. Als gute Umgangskultur wird ein konstruktiver, lustvoller, offener Umgang miteinander verstanden. Die Umgangskultur hat mit
Respekt, Wertschätzung, Aufrichtigkeit und Vertrauen zu tun. Ein einmaliges Bekenntnis zur guten Umgangskultur ist ein erster Schritt, eine stetige Auseinandersetzung mit sich selber und der persönlichen Haltung ist aber erforderlich. Nur so gelingt es im Alltagsleben,
möglichst häufig die gute Umgangskultur zu leben. Denn es gibt unzählige Hindernisse wie zum Beispiel Termindruck, Honorardruck, Fehler, Stress, sogenannt «unfähige», «faule», «komplizierte» Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten müssen. Diese Hindernisse bilden enorme Herausforderungen, deren Überwindung Kraft kostet und grosse Anerkennung
verdient.
Die Investition in die gute Umgangskultur trägt immer Früchte. Die Qualität der Arbeit und der Leistungen wird optimiert und das Leben wird lebenswerter.

 
Architektur im Gespräch:
Umgangskultur im Bauwesen
Mo 8. November, 19.30 Uhr im Forum
Anita Lutz, Bauingenieurin und Mediatorin, Zürich, im Gespräch mit Karin Salm, Kultur-
redaktorin DRS 2
Aus der Chemiestunde wissen wir, dass die passende Umgebung essentiell ist, damit die gewünschten chemischen Prozesse optimal ablaufen bzw. überhaupt ablaufen können.
Auch eine gute Umgangskultur ist notwendig, damit die gewünschten Planungs- und Ausführungsprozesse im Bau optimal ablaufen bzw. überhaupt ablaufen können.
Als Umgangskultur sei hier die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, und die Haltung und Gesinnung, welche dahinter steht, gemeint. Als gute Umgangskultur wird ein konstruktiver, lustvoller, offener Umgang miteinander verstanden. Die Umgangskultur hat mit
Respekt, Wertschätzung, Aufrichtigkeit und Vertrauen zu tun. Ein einmaliges Bekenntnis zur guten Umgangskultur ist ein erster Schritt, eine stetige Auseinandersetzung mit sich selber und der persönlichen Haltung ist aber erforderlich. Nur so gelingt es im Alltagsleben,
möglichst häufig die gute Umgangskultur zu leben. Denn es gibt unzählige Hindernisse wie zum Beispiel Termindruck, Honorardruck, Fehler, Stress, sogenannt «unfähige», «faule», «komplizierte» Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten müssen. Diese Hindernisse bilden enorme Herausforderungen, deren Überwindung Kraft kostet und grosse Anerkennung
verdient.
Die Investition in die gute Umgangskultur trägt immer Früchte. Die Qualität der Arbeit und der Leistungen wird optimiert und das Leben wird lebenswerter.


Dank
Das Architektur Forum Ostschweiz dankt den Sponsoren, Gönnern und Mitgliedern für die engagierte Unterstützung.

 

 

daniel.walser web