__Architektur Forum Ostschweiz________

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Jahresprogramm 2011

Standpunkte : Jeden ersten Montag im Monat im Forum.

 

Das Bauen der Gegenwart ist geprägt durch einen inflationären Umgang mit Raum und Zeit. Der Reichtum westlicher Gesellschaften drückt sich in einem immer grösseren Flächen-, Material- und Energiebedarf pro Kopf aus, der im Widerspruch zu allen Erkenntnissen über das Ende der Ressourcen und unserer Verantwortung gegenüber kommenden Generationen steht. Die immense Beschleunigung technischer Entwicklungen, aber auch die immer geringere Halbwertszeit von Architekturtheorien, Geschmacksurteilen und Moden führt zu einer kaum mehr nachvollziehbaren Bauproduktion.
Die thematisch richtig gesetzten Postulate der Moderne nach einer zweckbezogenen Architektur, die soziale und auch ästhetisch hinreichende Lebens- und Wohnbedingungen erfüllt, sind bislang nur in seltenen Fällen mit den neuen Erfordernissen von Ökologie und global-gesellschaftlicher Bescheidung in Einklang gebracht worden: Die Kluft zwischen Anspruch und Notwendigkeit, zwischen tatsächlichem Bedarf und ausuferndem Angebot an Flächen, architektonischen Anmassungen und „Stilen" lässt die Entwicklung von Stadt und Architektur in sinnloser Beliebigkeit enden.
Unter dem Leitmotiv ‚Architektur: heute und Morgen’ lädt das Architektur Forum Ostschweiz Architekten, Planer, Künstler und Denker ein, ihre Standpunkte vorzustellen.

Auszeichnung gutes Bauen
2006-2010
Hochparterre:
> Buchbestellung
> iTunes
: Ostschweiz baut 



Rückblick 2011  

Standpunkte : Jeden ersten Montag im Monat im Forum.

 
Standpunkte:
Alles ist gebaut, oder?
Mo 17. Januar, 19.30 Uhr im Forum
Wolfgang Juen, Vorarlberger Baukünstler, Dornbirn
Jede Zeit hat ihre Märchen. Im Moment wird sie am besten vom Märchen «Des Kaisers neue Kleider» repräsentiert, nur, wer sagt dem Kaiser, dass er nasckt ist und wer ist der Kaiser? Die Bauwirtschaft ist der letzte Wirtschaftszweig, der uns glauben lässt, dass die Welt noch in Ordnung ist oder kommt.
Wir müssen nur noch ... und dann ... Kriege oder Abrissbirne sind die Begleiter einer florierenden Bauwirtschaft ... und wir sind im Krieg, aber es herrscht Ruhe im Land.
Unsere Tätigkeit ist im Zentrum der Macht, die sich diesen Planeten zum Untertan macht. Uns gehen die Argumente nicht aus, mit denen wir uns unsere Welt basteln, sie zerstören und dauernd versprechen, für eine bessere Welt zu bauen.
Das Einzige, was Nachhaltig ist, ist die Zerstörung unserer Erde. Wir haben das Perpetuum mobile ge- funden und in Gang gesetzt. Nur ein radikaler Paradigmenwechsel kann das System verändern oder ausser Kraft setzen – wenn wir wollen.
Der Architekt ist tot, es lebe die Architektur.


Ausstellung:
Preiswürdige Architektur in Vorarlberg
Der 6. Hypo-Bauherrenpreis

Ausstellung: 17. Januar – 21. Februar
Öffnungszeiten: jeweils Sa + So 13.00-15.00 Uhr, Mo 17. Jan, Mo 7. und Mo 21. Feb. ab 18.00 Uhr

Grusswort zur Vernissage und Einführung von Marina Hämmerle, Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts, Dornbirn
Die Ausstellung zeigt die 20 ausgezeichneten Gebäude zusammen mit allen eingereichten Projekten aus der Region Vorarlberg. Mit dieser Auszeichnung lenkt die Hypo Landesbank in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Architektur Institut zum wiederholten Mal die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf bemerkenswerte zeitgenössische Architektur. Der Preis wird an Bauherrschaften und Architekten gemeinsam verliehen und stellt deren erfolgreiches Zusammenwirken in den Vordergrund.
Zugleich ist der Preis ein Seismograph für die Entwicklung der Baukultur in Vorarlberg. Die Gesamtschau der eingereichten Projekte ist ein untrügliches Bild der aktuellen Tendenzen in der regionalen Architektur. Die Architektinnen Paula Huotelin, Helsinki, und Kaschka Knapkiewicz, Zürich, und die Architekten Ernst Beneder, Wien, und Wolfgang Pöschl aus Tirol haben eine beeindruckende Auswahl getroffen.
Veranstaltungssponsor: Hypobank

Standpunkte:
Bauen in Vorarlberg
Mo 7. Februar, 19.30 Uhr im Forum
Die Vorarlberger Architekten Johannes Kaufmann, Dornbirn/Wien, Philip Lutz, Lochau und Erich Steinmayr, Feldkirch/Gösing stellen ihre Standpunkte vor und diskutieren sie mit Robert Fabach.
«Es hat letztlich einen ganz bestimmten Nebenaspekt, wenn sich die Vorarlberger Baukünstler nicht als ‹Architekten› bezeichneten; weil sie in ‹Architektur› vor allem die repräsentative, monumentale Seite des Bauen sahen, während ‹Baukunst› paradoxerweise historisch – begrifflich die allgemeinere Bedeutung, das Alltägliche des Bauen umfasst.» Otto Kapfinger
Johannes Kaufmann
Philipp Lutz
Erich Steinmayr
Robert Fabach


Standpunkt:
Die Komplexität des Einfachen
Mo 21. Februar, 19.30 Uhr im Forum
Vortrag von Andreas Cukrowicz, Architekt, Bregenz
«Cukrowicz Nachbaur interpretieren Aufgaben und Materialien aus dem Kontext – präzise, einfach und selbstverständlich. Sie bringen komplexe Anforderungen zu unerwartet klaren und ökonomischen Lösungen mit Mehrwert. Sie schaffen mit Holz, Glas und Beton, mit natürlichen Oberflächen, mit stimmigen Lichtführungen und perfekten Proportionen robuste, inspirierende Räume für alle Sinne – starke und zugleich gelassene Architekturen für die Entfaltung aller Aktions- und Spielräume des Lebens.» Otto Kapfinger
Cukrowicz Nachbaur Architekten


Preiswürdige Architektur in Vorarlberg
Der 6. Hypo-Bauherrenpreis
Die Ausstellung ist ab 18.00 Uhr geöffnet: Finissage


Standpunkte:
Mo 7. März, 19.30 Uhr im Forum

Istanbul
«19. – 21. Jahrhundert – eine Raumgeschichte»

Vortrag von Orhan Esen, Stadtforscher, Istanbul
Radikale Umwälzungen und Überbauungen in Ausmassen, wie sie woanders eher durch Kriege verursacht wurden, kennzeichnen das Istanbul moderner Zeiten, d.h. städtebaulich seit den 1830er Jahren. Der Begriff des Zeitgemässen bei den Akteuren des Urbanen, von Politiker bis Bauherr, von Entscheidungsträger in der Baukommission bis Architekt, war dabei massgebend. Doch die Umsetzung fand unter realen, historischen Umständen statt. Einmal in Phasen, wo der Standort an der Schnittstelle grosse Anziehungskraft ausübte, etwa im «globalisierten» 19. Jahrhundert oder dann nach dem Ende des Kalten Krieges auf Kapitalströme oder wie in Zeiten der Nachkriegsindustrialisierung auf Massen von Arbeitsuchenden. Aber auch unter den Vorzeichen der Schrumpfung wie in der Zwischenkriegszeit oder nach dem grossen Marmara-Erdbeben im August 1999. Es entstand ein einmaliges städtisches Spannungsfeld, das seine besondere Couleur auch in einem pragmatisch bedingten und selten wohlwollend akzeptierten Scheitern der Orientierung an kontemporären Vorbildern erhielt.
Orhan Esen, Sozial- und Wirtschaftshistoriker, Stadtforscher Istanbuls, zeigt auf einer «archäologischen» Reise die unterschiedlichsten Schichtungen der jüngeren Urbanisierungsgeschichte der Bosporusmetropole. Das Umfeld in dem Architektur entstand, beziehungsweise in gewissem Sinne nicht entstehen konnte, wird dabei plastisch.
www.arkistan.com


Graphic Design:
Niklaus Troxler: «Bilder zur Musik»

Do 10. März, 19.30 Uhr im Forum
Das Jazzplakat war von Anfang an ein aussergewöhnliches Medium für aussergewöhnliche Musik. Die Gestaltung dieser Plakate wird oft von «Überzeugungstätern»übernommen; von Gestaltern also, die dem Jazz sehr nahestehen. Die Plakate lassen so das Konzert bereits auf der Strasse beginnen und noch lange nicht enden, wenn die Plakate ihren Weg als Erinnerungsstücke in die Zimmer der Jazzenthusiasten gefunden haben. Wie kaum einem anderen Grafiker gelingt es Niklaus Troxler, Rhythmen und Musikformen des Jazz gleichsam zu visualisieren. Und dies mit einer enormen Bandbreite an gestalterischen Möglichkeiten. Der vielfach ausgezeichnete Typograf und Grafikdesigner gestaltet seit gut 40 Jahren Plakate für das Jazzfestival Willisau. Längst sind seine Plakate zum Markenzeichen des Festivals geworden und sind weltweit in den wichtigsten Designsammlungen vertreten. Aber Niklaus Troxler arbeitet nicht nur für Jazz. Er hat eine Bestseller-Uhr für Swatch kreiert, Verpackungen für Luxusgüterfirmen gestaltet und zahlreiche grossformatige illustrative Werke an Gebäuden geschaffen. Seit 1998 ist er zudem Professor für Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.
In Zusammenarbeit mit Alumni HFKG
Tagesanzeiger: Japanischer Preis für Schweizer Grafiker

Stadtplanung:
Mo 21. März, 19.30 Uhr im Forum
Raumkonzept Schweiz
Eine gemeinsame Vision der Raumentwicklung Orientierung und Diskussion

Referentin und Referenten:
Georg Tobler, Leiter Sektion Agglomerationspolitik ARE: Übersicht über das Raumkonzept Schweiz
Helen Bisang, Stadtplanerin St. Gallen: Die Position der Städte im Raumkonzept Schweiz
Alain Thierstein, Prof. für Raumentwicklung TU München: Von aussen und von unten. Standorte im Wettbewerb.
Thomas K. Keller
, Architekt BSA Ostschweiz: Erste Statements aus architektonischer und städtebaulicher Sicht
Diskussion
Moderation: Martin Eggenberger, Architekt/Raumplaner, Präsident FSU
Der Landschafts-, Wohn- und Wirtschaftsraum Schweiz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant verändert. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, Ansprüche an Wohnraum, Freizeit und Mobilität haben zur Ausdehnung der Siedlungsflächen geführt. Die Verkehrsnetze stossen bezüglich Kapazität und Finanzierung an Grenzen: Die Schweiz hat sich laut Raumordnungsbericht 2005 räumlich nicht nachhaltig entwickelt.
Der Schweizerische Städteverband (SSV), der Schweizerische Gemeindeverband (SGV), die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), die Schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) und das UVEK beschlossen im Mai 2006, gemeinsam ein Raumkonzept für die Schweiz zu entwickeln. 2007/2008 wurden in den Regionen hierfür Foren mit regionalen Wissens- und Entscheidungsträgerinnen und -trägern organisiert.
Hauptziel des Raumkonzepts ist es, eine gemeinsame, von allen drei Staatsebenen akzeptierte Vorstellung der k¨ünftigen räumlichen Entwicklung der Schweiz zu finden. Die nachhaltige Nutzung der Ressource Boden und eine bessere Koordination von Verkehrs- und Siedlungsentwicklung sollen gefördert werden. Das Raumkonzept setzt auf das polyzentrische Netz von Metropolitanräumen, Städten sowie ländlichen und touristischen Zentren. Massgebend ist, die Standortvorteile – Lebensqualität, Baukultur, Vielfalt und Schönheit der Landschaften und die internationale Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft – auch für künftige Generationen zu stärken. Das Raumkonzept – als Orientierungs- und Entscheidungshilfe konzipiert – unterstreicht die hohe Bedeutung einer verstärkten, zielorientierten Zusammenarbeit aller Akteure der drei Staatsebenen.
Das Raumkonzept schlägt ein Planen und Handeln in überregionalen Handlungsräumen vor. Es skizziert zwölf Räume und deren Herausforderungen und führt jeweils spezifische, strategische Stossrichtungen für die räumliche Weiterentwicklung auf. Einer dieser Räume ist die Region Nordostschweiz.
Der vorliegende Entwurf geht an den Bundesrat, die Kantonsregierungen und die Exekutiven von Städten und Gemeinden, aber auch an Parteien und Verbände zur Stellungnahme (bis Ende Juni 2011).
Wir fragen: Was heisst das vorliegende Raumkonzept für diese Region und die Positionierung der Stadt St. Gallen? Auf welches Stärken-Profil und Synergie-Potenzial ist beim Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturzentrum St. Gallen zu fokussieren?
... und welche Inputs oder Korrekturen müssten in der Stellungnahme zum Konzept einfliessen?

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt St. Gallen (Direktion Bau und Planung).


Standpunkte:
Mo 4. April, 19.30 Uhr
Miroslav Šik, Zürich
„Wohnqualität und Reform“

Die Reformarchitektur versucht seit dem 19. Jahrhundert eine eigene Wohnqualität als Alternative zum eklektischen, technizistischen und modernen Alltag zu realisieren. Die historisch formulierten Reformideale – von regionalen über urbane und lokale bis zu sehr konkreten Konzepten von Haus und Wohnung – eignen sich zum Teil noch heute zur Heilung der globalen Beliebigkeit, Coolness und von Unorten. Einige Reformideale – wie Mittel- und Wohnstadt, wie das urbane Ensemble und die Durchmischung, wie das altneue Haus, der Midcomfort und die Verfremdung – werden im Vor- trag durch eigene oder verwandte Architektur illustriert. Miroslav Šik

Graphic Design:
Do 28. April, 19.30 Uhr
André Baldinger
in Paris lebender Typograf und Schriftgestalter schweizerischer Herkunft, entwirft und gestaltet vor allem für kulturelle Institutionen. Als Professor für Typografie und Schriftgestaltung unterrichtet er an diversen Hochschulen, beispielsweise an der École Nationale Supérieure des Arts décoratifs (Paris), an der ZHdK (Zürich) oder an der HKB (Bern) und ist ein gerne gesehener Gastreferent an Syposien. Seine international ausgezeichneten Werke findet man in Sammlungen diverser Museen sowie in diversen Fachpublikationen. Im 2002 wurde er in die erwürdige «Alliance Graphique Internationale» aufgenommen. André Baldinger gibt einen Einblick in sein aktuelles Schaffen: von Signaletik-Projekten über die Szenografien für Museen und Ausstellungen bis zur Schriftgestaltung.
In Zusammenarbeit mit Alumni HFKG

Hauptversammlung
Fr 29. April, 19.30 Uhr
Traktanden
1. Begrüssung
2. Protokoll der HV 2010
3. Jahresbericht
4. Jahresrechnung
5. Budget und Mitgliederbeiträge 2011
6. Revisorenbericht
7. Wahl eines Kassiers und der Rechnungsrevisoren
8. Allgemeine Umfrage
Forums-Fest
Anschliessend an die HV um ca. 20 Uhr.
Zum Forums-Fest sind alle Mitglieder mit Begleitung herzlich eingeladen.
Origami
Der Origami-Artist Sipho Mabona führt uns in die Kunst des Papierfaltens ein. www.mabonaorigami.com
Essen
Itza Ando zeigt uns, dass die japanische Küche mehr ist als Sushi und Wasabi.
Veranstaltungssponsor: Delinat

Standpunkte:
Mo 2. Mai, 19.30 Uhr im Forum
Vortrag von Bryum, Büro für urbane Interventionen und Landschaftsarchitektur, Basel
Partizipation
Interaktion gebauter und ungebauter Stadtlandschaft Wie entsteht Atmosphäre – ein Manifest zur Stadtentwicklung. Aktuelle Strategien des Städtebaus haben viele Gesichter, doch in Einem weisen sie alle ein identisches Verhalten auf; in der Theorie wird von prozessorientierter Stadtentwicklung gesprochen und in der Realität wird die Stadt nach den Prinzipien der gebauten Stadtlandschaft «entwickelt». Wie in keinem anderen Bereich der Architektur scheint die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis unüberwindbar zu sein.
Auf der Suche nach den Faktoren der aktuellen Stadtentwicklung und dem Ziel einer integralen Stadtentwicklung entstanden Projekte, welche sich mit der Entstehung von Atmosphären befassen. Atmosphäre ist kein Resultat von Städtebau, sondern sollte der Impuls für eine integrale Stadtentwicklung sein. Dabei steht vielmehr die Methodik als das Projekt im Zentrum.
www.bryum.org

vor Ort
Neubau Pathologie Spital St.Gallen
Mo 16. Mai, 17.00 Uhr Spital St.Gallen, Haus 06, 4. OG, Raum 434.
Werkbericht und Führung mit der Architektin Silvia Gmür
In der Pathologie werden Gewebe- und Zellproben sowie Operationspräparate untersucht, um Auskunft über Art und Schwere von Erkrankungen geben zu können. Dies ist vor allem bei Krebserkrankungen wichtig.
Der Neubau der Pathologie besticht durch die Fassade, die Beheizung und den Umgang mit Licht. Anstelle eines variablen, wurde ein fester Sonnenschutz gewählt. Den Fenstern vorgesetzt sind herausklappbare Sonnenflügel. Diese sind so gestaltet, dass sie sich optimal auswirken auf die Beschattung, solare Wärmegewinne, natürliche Belichtung und Energieverbrauch. Geheizt wird mit TABS, thermoaktiven Bauteilsystemen. Über ein in den Betondecken eingelegtes Rohrsystem wird im Winter geheizt und im Sommer gekühlt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Wärmepumpen mit Erdsonden.
Büros und Labors haben direkten Tageslichteinfall über die Fassade. In den Obergeschossen f¨ällt gefiltertes Licht durch ein Glasband in die Korridore. Im Kern, wo wenig Licht über die Fassade einfällt, wird die Lounge mit Oblichtern belichtet und wird zum leuchtenden Raum.

Gartenmonat:
Sa 21. Mai, 8.30 bis ca. 18.00 Uhr
LandschaftsarchitekTour
Die diesjährige Tour führt uns in die Gegend der Bündner Herrschaft. Dabei steht nicht nur das einzelne Projekt im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Ort an sich. Pfäfers, Haldenstein und Malans bilden die Eckpunkte der Tour. Ob barocke Anlage, Kunst am Bau oder der zeitgenössische Garten – ganz im Sinne des Jahresthemas des Architektur Forums Ostschweiz – erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Standpunkten der Projektverfasser.

08.30 Uhr – Architektur Forum Ostschweiz, Davidstrasse 40, St. Gallen – Besammlung
Pfäfers Klinik St. Pirminsberg – Neubau, Aussenraum und Kunst TorkelgärtenTerrassierte Gartenanlage Barocke Klosteranlage – Neugestaltung des Klosterhofes
Haldenstein Garten Zumthor – Architektur und Garten
Mittagessen in der Bündner Herrschaft

Malans Garten von Moos – Ehemaliges Winzerhaus mit Bungertgarten Schloss Bothmar – Barocke Gartenanlage Garten Wegelin – Umgang mit historischer Substanz Weingut Scadena – von Scuverta bis Kerner
ca. 18.00 Uhr – Architektur Forum Ostschweiz - Ankunft St. Gallen
Beteiligte Planer und Künstler:
Koepfli Partner Landschaftsarchitekten, Luzern; Pauli Landschaftsarchitekten, St.Gallen; Jan Kaeser, Künstler, St.Gallen; Jane Bihr­de Salis, Landschaftsarchitektin, Kallern; Heinz Urs Kunz, Wegelin Landschaftsarchitektur, Malans

In Zusammenarbeit mit dem BSLA Ostschweiz.

Anmeldung erforderlich bis 14. Mai 2011
>>>>AUSGEBUCHT!
Standpunkte:
Mo 6. Juni, 19.30 Uhr
Christoph Gantenbein, Christ & Gantenbein Architekten, Basel
‚Typ und Form’

Der „Typus“ beschreibt ein architektonisches Objekt unter dem Aspekt seiner Grundrissstruktur. Er ist ein grundlegender Begriff für die Architektur, denn er ist buchstäblich zentral: In ihm sind das Innen und das Aussen eines Gebäudes verknüpft: Die typologische Struktur bestimmt sein Funktionieren, und indem sie den Raum organisiert, gibt sie die Art der Benützung vor, provoziert, ermöglich oder verunmöglicht Handlungen. Gleichzeitig ist sie abhängig von der Volumetrie eines architektonischen Objekts und prägt umgekehrt dessen Körper: Sie bestimmt seine Gestalt, seine Physiognomie, seine Form. Die Loslösung der Erscheinung von der Struktur, die wir in einer „iconic architecture“ oft beobachten, hat mit diesem integralen Verständnis des architektonischen Objekts nichts zu tun.
Wir entwerfen Projekte, indem wir, konfrontiert mit heterogenen Gegebenheiten und komplexen Anforderungen, um die Präzisierung des Typs ringen. Dieses konstante Klären und Vereinfachen hat das Ziel, für ein architektonisches Objekt eine in seiner typologischen Struktur verankerte, prägnante und einmalige Form zu finden. Die Argumente in einem solchen Prozess basieren auf der Vision für einen Ort in einer vorgefundenen städtebaulichen Situation und auf der Interpretation einer Aufgabe. Dabei stellt sich eine neu entworfene Architektur immer auch in die Tradition einer existierenden Typologie.

 

Möbel:
Mo 20. Juni, 19.30 Uhr
Stuhldesign – Der Versuch ist die Möglichkeit zu scheitern
Moderiertes Arbeitsgespräch
Leitung: Claude Lichtenstein, Architekt und Autor, Zürich

Der Stuhl gehört zu den wichtigsten Möbelstücken überhaupt und ist mit vielfältigen Aspekten verknüpft – von Ästhetik bis Ergonomie, von Funktionalität bis Zivilisationskritik. Die Sommerausstellung der Propstei St.Peterzell widmet ihm eine eigene Ausstellung. Zehn Ostschweizer Stuhlbauer zeigen Modelle, Prototypen und Entwicklungsreihen.
Als Vorschau lädt das Architekturforum zu einem Arbeitsgespräch mit vier dieser Stuhlbauer ein: Christian Anderegg, Heinz Baumann, Andreas Bechtiger und Fabian Schwaerzler.
Zeitgleich bespielen Architekturstudenten der Universität Vaduz eine Wand im Architekturforum mit Plakaten zum Thema Stuhl. Dazu zeigen sie die jeweiligen Prototypen – eine soeben abgeschlossene Semesterarbeit bei ihrem Dozenten Markus Buschor.
Die „Königsdisziplin Stuhl“
Roman Menzi, Ebnat-Kappel, Kurator Verein Ereignisse Propstei St.Peterzell
Wie entsteht ein neuer Stuhl? Mein Weg zu den Handwerkern führte in die Provinz, weg von renommierten Stuhlsammlungen, in Randzonen, wo sich Werkstätten und Produktionsräume, Ateliers und individuelle Laboratorien noch halbwegs finanzieren lassen. Denn mit Einzelanfertigungen und Prototypen lässt sich kaum Geld verdienen. Alle der ausgewählten Exponenten finanzieren ihre persönliche Forschungstätigkeit mittels zusätzlicher Lohnarbeit. Denn Stuhldesign, die „Königsdisziplin Stuhl“, hat nichts an Aktualität eingebüsst.
Die ausgestellten Modelle, Prototypen und Entwicklungsreihen zeigen im neu inszenierten Dachraum der Propstei St.Peterzell handwerklich gefertigte Einzelstücke und Kleinserien. Entstanden durch empirisches Arbeiten und mit der Erkenntnis, dass sich fast immer eine bedeutende Kleinigkeit verbessern oder zumindest weiterentwickeln lässt.

Ausstellung: Sa 20. August bis So 18. September, Mi-Sa 14-17 Uhr, So 10-17 Uhr
Propstei St.Peterzell
www.ereignisse-propstei.ch

In Zusammenarbeit mit Ereignisse Propstei St.Peterzell und der Universität Liechtenstein.

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Auszeichnung gutes Bauen 2006 - 2010
Fr 1. Juli, 19.30 Uhr im Forum
Präsentation und Preisverleihung
Begrüssung durch das Architektur Forum Ostschweiz
Worte zur Jurierung: Markus Dünner, Jurypräsident und Kantonsbaumeister Graubünden/Preisverleihung/Klänge aus der Region mit Fiera Brandella im Trio/Apéro
Gute Architektur braucht gute Bauherrschaften
Jede hervorragende Baute, jedes aussergewöhnliche Konzept bedingen eine weitsichtige und kluge Bauherrschaft sowie gewissenhafte und sensible Architekten, welche in der Lage sind, integral zu planen und sorgfältig umzusetzen. Die Partnerschaft Bauherr-Architekt ist essentiell für ein ausgezeichnetes Ergebnis. Nur das gegenseitige Verständnis und das gemeinsame Streben nach dem Besseren erfüllen die hohen Ansprüche. Hochwertige Planungen und innovative Konzepte benötigen für die adäquate Umsetzung hochwertiges Handwerk und dies wiederum verdient ebenso unsere Wertschätzung.
Markus Dünner, Jurypräsident und Kantonsbaumeister Graubünden.

Zur Preisverleihung lancieren das Architektur Forum Ostschweiz Ostschweiz und die Edition Hochparterre die Architekturführer-App «Ostschweiz baut». Sie steht ab 2. Juli in Apples iTunes Store zum Verkauf.

Auszeichnung gutes Bauen
2006-2010

Hochparterre:
> Buchbestellung
> iTunes
: Ostschweiz baut

Standpunkte:
Mo 4. Juli, 19.30 Uhr im Forum
Vortrag von Christian Waldvogel, Künstler und Architekt, Zürich
Blick von aussen
Fundamental sind die Unterschiede zwischen dem Blick von Aussen und jenem von Innen: nicht nur zeigt der Erstere oft, was dem Zweiteren verborgen bleibt, sondern wegen seiner meist grösseren Nähe zum Subjekt erhellt der Zweitere mit meist mehr vom Wenigen mehr als der Erstere mit mehr vom Vielen. Doch nicht so unterschiedlich also? Ist Subjektivïtät denn nicht auch objektiv? ܨbersicht besser als Einsicht? Oder erfordert das eine das andere? Sind Gegenteile für sich komplett?
Derartigen Fragen geht der Zürcher Künstler und Architekt Christian Waldvogel nach, wenn er Projekte entwickelt für die Umstülpung der Erde, mit Hilfe der Schweizer Luftwaffe die Erdrotation auf- hebt, oder sich den Astronomen Galileo Galilei auf dem Mond vorstellt und die Konsequenzen einer solchen Reise erdenkt. Im AFO erläutert Waldvogel, weshalb er dem Blick von Aussen nachspürt, wieso er für den Standpunkt neben den Systemen eben jene Systeme infiltriert, und wie es hinter der Sonne aussieht.
Bildlegende: FL377, aus «The Earth turns without me», 2010


Vernissage
Die Glattalbahn – Bewegung im urbanen Lebensraum
Mo 15. August, 19.30 Uhr im Forum
Rainer Klostermann, Feddersen + Klostermann, Zürich
Neues Rückgrat in einer dynamisch wachsenden Region
Das Agglomerationsgebiet des Mittleren Glatttals erlebt seit Jahren ein dynamisches Wachstum. Die ursprünglich voneinander getrennten Dorf- und Stadtquartiere wuchsen dabei mehr und mehr zu einer funktional zusammenhängenden Netzstadt zusammen.
Diese Entwicklung hatte auch ihre Kehrseiten. An der Peripherie der «alten» Glattaldörfer entstanden dichtgenutzte Wohn-, Arbeitsplatz und Dienstleistungszentren ohne klare Strukturen und gegenseitige Bezüge. Die Mobilitätsbedürfnisse nahmen stetig zu. Die Verkehrsinfrastrukturen, insbesondere das Strassennetz, erreichten ihre Kapazitätsgrenzen.
Gesamtverkehrsprojekt
Die neue Glattalbahn ist das Schlüsselprojekt im Gesamtverkehrskonzept der Region. Zu diesem Konzept gehören auch Optimierungen und Ergänzungen bei den Strassen sowie im Netz der Fussgänger- und Velowege.
Kooperativer Planungsprozess
Bei der Projektierung der Glattalbahn galt es, komplexe technische, rechtlich-verfahrensmässige und politische Prozesse aufeinander abzustimmen und zu optimieren. Die Projektierung wurde deshalb bewusst kooperativ unter Einbezug aller Beteiligten und Betroffenen gestaltet.
Ausstellung: Sa 20. und Sa 27. August, jeweils10.00 –15.00 Uhr im Forum
Die Auszeichnung des SIA für die zukunftsfähige Gestaltung des Lebensraums.
Veranstaltungssponsor: somfy

Ausstellungseröffnung:
Stuhldesign – Der Versuch ist die Möglichkeit zu scheitern
Fr 19. August, 19.00 Uhr, Propstei St.Peterzell
Eröffnungsrede: Gabrielle Obrist, Kunsthistorikerin, Zürich
Musik: Jazztrio Rosset Meyer Geiger
Einblick in die Ausstellung: So 28. August, 11.00 Uhr : Ariana Pradal, Journalistin, Kuratorin, Zürich
Schlussapéro: So 18. September, 16.00 Uhr : Musik: Elias Menzi, Hackbrett
Ausstellungsort: Propstei St.Peterzell, Telefon 071 375 62 62
Öffnungszeiten: Mi - Sa 14–17 Uhr, So 10–17 Uhr
, Eintritt Fr. 6.– 
In Zusammenarbeit mit Ereignisse Propstei St.Peterzell.

Energieeffizienz
Energie-Workshop 2011
Do 25. August, 16.00 Uhr im Forum
Otto Bednar, Architekt, Winterthur
Aret Tavli, Architekt, Frauenfeld
Einführung: SIA Preis «Umsicht», Umbau Sanierung Weberstrasse, Winterthur
Manfred Huber, Architekt, Baar: Sommerlicher Wärmeschutz
Daniel Gouvernon, Dozent für Bauphysik, St.Gallen: Behaglichkeit im Winter
Ueli Kasser, Chemiker, Zürich, Graue Energie
James Beer, Gebäudetechniker, Winterthur
Regina Fehr, Projektleiterin, Winterthur
Preisträger SIA Wettbewerb «Umsicht», Umbau Sanierung Weberstrasse, Winterthur
Teilnehmerzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich.
Anmeldung mit vollständiger Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse bis zum 6. August 2011 unter rechsteiner@a-f-o.ch
Kosten: Mitglieder Fr 80.–, Nichtmitglieder Fr 120.–
Eine Veranstaltung des Amtes für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen und des Architektur Forums Ostschweiz Sie profitieren vom Mitgliederpreis, wenn Sie sich jetzt zur Mitgliedschaft im Architektur Forum Ostschweiz entscheiden: Einzelmitglied (Jahresbeitrag Fr. 100.–)
Veranstaltungssponsor: Flumroc

Finissage
Konstruktive Logik
Mo 29. August, 19.30 Uhr im Forum
Hanspeter Oester, agps architecture, Zürich

Der Erweiterungsbau am Hauptsitz der IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist Teil einer Reihe von Projekten, bei denen der sorgfältige Umgang mit natürlichen Ressourcen eine zentrale Rolle spielt. Beginnend vor gut 20 Jahren im «Esslinger Dreieck», folgten mit dem Dock Midfield am Flughafen Zürich und der Zürich International School in Adliswil Bauten, die zunehmend darauf angelegt wurden, dass sich räumliche und technische Konzepte gegenseitig positiv beeinflussen. Der emotionale Antrieb des Entwurfsprozesses besteht im Aufspüren des Wesens, im Entwickeln der Architektur aus der inhärenten programmatischen und konstruktiven Logik einer Aufgabe. Nach der Ölkrise und dem darauf folgenden Dämmparadigma können sowohl Postmoderne, Dekonstruktivismus und schliesslich die internationale Spektakelarchitektur als Versuche verstanden werden, die verlorene konstruktive Bedeutung der Gebäudehülle gestalterisch zu kompensieren.


Standpunkte:
Mo 5. September, 19.30 Uhr im Forum
Vortrag von Hans Kollhoff, Architekt, Berlin

Von der «Klassischen Moderne» zur Modernität der Klassik
Der modernistische Reflex geht etwa so: Architektur, die der Überlieferung entwächst, ist «retro» und dafür fehlt die gesellschaftliche Grundlage, ganz abgesehen davon, dass traditionelles Bauen heute nicht mehr möglich ist aufgrund unserer vollkommen veränderten Bautechnologie. Übersehen oder verschwiegen wird dabei der perpetuierte Dilettantismus zeitgenössischen Bauens, dessen Hast ein ehemals stolzes Metier in die Erfahrungslosigkeit stürzt und der Lehrbarkeit entzieht. Wenn man einmal das Unvermögen zeitgenössischen Bauens erkannt hat und sieht, dass es kein je individu- elles, sondern ein kollektives ist, ein in der «Klassischen Moderne» angelegtes Fortschrittsbewusstsein, das den Blick zurück bestraft, dann beginnt man vielleicht, zaghaft zunächst den eigenen Entwurf zu messen am historischen Vorbild. Hans Kollhoff

Vernissage:
FSAI- Ausstellung „Bauen auf Individualität – seit 1935“
Welche Rolle spielen die Architekten heute in Gesellschaft, Politik und Kultur?
Zwölf namhafte Kunstschaffende wurden gebeten, sich mit je einem architektonischen Werk fotografisch auseinanderzusetzen.
Entstanden ist eine überraschend inspirierende und auch irritierende Ausstellung über anspruchsvolle Architektur.
Öffnungszeiten: Mo 5. und Mo 19. September, jeweils ab 19 Uhr und Sa 17. September von 13 bis 17 Uhr | Museumsnacht mit FSAI-Ausstellung und Bar Sa 10. September von 18 bis 01 Uhr

Standpunkte:
Sa 10. September, ab 18.00 Barbetrieb bis 1.00
Museumsnacht St.Gallen 2011

Ausstellung FSAI : Bauen auf Individualität seit 1935
Welche Rolle spielen die Architekten heute in Gesellschaft, Politik und Kultur?
Zwölf namhafte Kunstschaffende wurden gebeten, sich mit je einem architektonischen Werk fotografisch auseinanderzusetzen.
Entstanden ist eine überraschend inspirierende und auch irritierende Ausstellung über anspruchsvolle Architektur.

Wettbewerb:
Kantonsspital St.Gallen / Ostschweizer Kinderspital

Mo 12. September, 19.30 Uhr, Hauptpostgebäude, Bahnhofplatz, St.Gallen, Zugang Gutenbergstrasse, 1. Obergeschoss
Wettbewerbsbesichtigung mit Kantonsbaumeister Werner Binotto und den Gewinnern des 1. Preises.
Entwicklungsplanung und Neubau Etappe 1
Zweistufiger Generalplaner – Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
Das Baudepartement des Kantons St.Gallen hat im Jahr 2008 in Zusammenarbeit mit dem Spital einen mittel- bis langfristig gültigen Entwicklungsplan erstellt.
Dieser sieht eine etappierte Erneuerung sowie die Zentralisierung aller Funktionsbereiche am heutigen Standort des Kantonsspitals St.Gallen vor. Darin berücksichtigt ist die betriebliche und städtebauliche optimale Einpassung der Neubauten unter Berücksichtigung der mittelfristig weiterbestehenden Bauten. Der Masterplan dient als Grundlage für die zielgerichtete künftige Investitionsplanung am Kantonsspital St. Gallen.
Weitere Bauetappen sind sowohl im Masterplan als auch im Investitionsplan des Kantons geplant.


ArchitekTour
Wien
Mi 14. – So 18. September
Auch wenn Wien die Hauptstadt eines relativ kleinen Landes ist, spürt man in der Architektur noch immer seine imperiale Vergangenheit als Hauptstadt der Habsburger Monarchie. Durch den Eisernen Vorhang lag Wien viele Jahrzehnte am Rande Europas und rückte erst 1989 wieder in dessen Mitte. Die Stadt hat ihre historische Chance wahrgenommen und die entstandene Dynamik für viele neue Projekte genutzt. Wien wurde wieder zu einer wachsenden Metropole. Das Stadtbild ist jedoch immer noch geprägt von der früheren Zeit starken Wachstums. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts trat an die Stelle der historischen Stadtmauer die Ringstrasse mit ihren repräsentativen Palais und öffentlichen Bauten. Doch auch spätere Zeiten setzten Massstäbe. Das Wohnbauprogramm des «Roten Wien» in der Zwischenkriegszeit liess die große Tradition des sozialen Wohnbaus entstehen, die nach wie vor lebendig ist.
Das heutige Wachstum der Stadt vollzieht sich sowohl in der historischen Baustruktur, die liebevoll revitalisiert und weitergebaut wird, als auch in neuen Stadtvierteln mit ihren unterschiedlichen Charakteren. Das Zentrum von Wien ist UNESCO Weltkulturerbe und damit eine ganz besondere Herausforderung für zeitgenössische Architektur, die mit vielfältigen Interventionen – in Baulücken und Innenräumen, unterirdisch und über den Dächern – in Dialog mit der Geschichte tritt und zur Lebendigkeit der Stadt entscheidend beiträgt.

vor Ort
Fachhochschule St. Gallen
Mo 19., Fr 23. und Mo 26. September
Führung durch den Rohbau des Fachhochschulzentrums Bahnhof Nord mit Heinz Hauri, Architekt, Projektmanager Bau des kantonalen Hochbauamtes.
Das Projekt «Pessoa» der Verfasser Giuliani Hönger, Architekten, Zürich, vervollständigt als blockartiger, 18 Geschosse hoher Neubau den Stadtkörper zwischen Rosenberg- und Lagerstrasse und bezieht sich explizit auf die orthogonale Struktur des Bahnhofquartiers. Im Innern des Blocks erhebt sich ein 67 Meter hoher Turm, der sich in einem grösseren städtebaulichen Massstab auf die Türme der Hauptpost und des Rathauses bezieht und gleichzeitig die Fachhochschule zu einer wichtigen städtischen Institution machen soll. Sockel und Turm formen einen hybriden Baukörper, der städtebaulich auf verschiedenen Massstabsebenen lesbar ist.
Im Turm befinden sich die Büros der Institute der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Verwaltung. Im Sockel sind die Seminar- und Gruppenräume über vier Geschosse entlang der Aussenfassade angeordnet. Im Erdgeschoss sind die Hörsäle und die Aula.
www.giulianihoenger.ch

Präsentation der Fensterelemente durch KRAPF AG, Metall + Glas, Engelburg
Die sehr hohen bauphysikalischen, statischen und funktionalen Anforderungen an die Fenstertypen und die Architektur von Giuliani Hönger, Architekten, Zürich, bedingten eine projektspezifische Neuentwicklung von Krapf und dem Fassadenplaner gkp aus Aadorf.
www.krapfag.ch www.air-lux.ch

Treffpunkt jeweils um 16 Uhr beim Baukran an der Tulpenstrasse, St. Gallen
Voraussetzungen sind gutes Schuhwerk. Es besteht Helmtragpflicht. Helme werden abgegeben.
Im Anschluss an die Führungen lädt die Firma KRAPF AG, Metall + Glas, air-lux, zu einem Baustellen-Apéro ein.
Teilnehmerzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich
Anmeldung mit Wunsch-Datum, vollständiger Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse bis zum 15. September 2011 unter sia@kl-architekten.ch
Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, allenfalls in Rücksprache auf das nächstmögliche Datum geschoben.
Eine Veranstaltung des SIA – Sektion St.Gallen-Appenzell und des Architektur Forums Ostschweiz


Im Gespräch
Mo 19. September, 19.30 Uhr im Forum
Architektur und Öffentlichkeit
Finissage zur FSAI-Ausstellung «Bauen auf Individualität – seit 1935»
Gespräch mit Werner Binotto, Kantonsbaumeister Kanton St.Gallen
Pascal Vincent, Architekt, Bern
Die öffentliche Hand verpflichtet sich grundsätzlich, die Architekturqualit¨ät zu f¨ördern. Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit von zeitgenössischer Architektur schafft auf verschiedenen Ebenen immer wieder eine Dissonanz. Doch wer darf entscheiden, was Qualit¨ät ist? Was definiert gute Architektur aus Sicht der öffentlichen Hand? Wie gehen die Architekten mit diesen Ansprüchen um? Ist Werbung für Baukultur als Teilaufgabe der öffentlichen Hand und der Architekten zu verstehen? Wo sind die Chancen aus dieser Dissonanz? Kann Architektur öffentlicher Bauten diskutiert werden oder muss sie empirisch erfahren werden? Dabei liegt der Fokus der Antworten auf der Rolle des Architekten und möglicher Strategien für den Umgang der gestellten Ansprüche und Erwartungen aus der Öffentlichkeit.

Standpunkte
Licht schafft Räume
Mo 3. Oktober, 19.30 Uhr im Forum
Vernissage zur Ausstellung «International VELUX Award 2010 – Light of tomorrow»
Vortrag von Joe Wu, Architekt, Träger des 2. Preises, Hong Kong / Delft
Der zweijährlich stattfindende Internationale VELUX Award für Architekturstudierende steht unter dem Motto «Light of tomorrow» und ist bereits zum vierten Mal vergeben worden. 673 Bewerber aus 55 Ländern reichten ihre Entwürfe ein. Gesucht werden jeweils Projekte, die sich in besonders innovativer Weise mit dem Thema des natürlichen Lichts in der gebauten Umwelt auseinandersetzen.
Eine internationale Jury würdigte die Vielfalt der aufgezeigten Konzepte. Die Ausstellung präsentiert alle prämierten Projekte.
«I still remember I had a window in my room when I was living in an apartment building in Hong Kong in my childhood. My little room which was sharing with my sister has a window but we seldom open it, my mom told me that outside is a wall, nothing you can see. The window kept chose with a curtain. But I was always curious that what is happening outside. Sometime, I saw a diagonal sunlight reflecting on the wall, it is like a painting in a specific time. Once, I saw a spider web hanging between two walls and the shadow of the spider was reflecting on the wall, it was one of the most beautiful printings of my life I have seen.» Joe Wu, Preisträger
Joe Wu schloss kürzlich sein Architekturstudium an der Technischen Universität von Delft ab. Geprägt von seiner Kindheit in einem von Hong Kongs dicht nebeneinanderstehenden Wohntürmen, entwickelt er eine Möglichkeit, die mehrheitlich beschatteten Fassaden mit präzis gelenkten Sonnenstrahlen aufzuhellen.
Sein Projektvorschlag überzeugte die Jury insofern, als das Konzept auf alle, immer dichter besiedelten Grossstädte anwendbar ist.
Ausstellung Öffnungszeiten: Sa 8.,15., 22., 29. Oktober und Sa 5. November 13 –15 Uhr,
Mo 17. Oktober und Mo 7. ab 19 Uhr, jeweils 19.30 Uhr Vortrag.
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Portfolio von Joe Wuh
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit unserem Hauptsponsor: Velux

Im Gespräch
Archäologie mitten in der Stadt
Mo 17. Oktober, 19.30 Uhr im Forum
Vortrag von Martin Peter Schindler, Leiter Kantonsarchäologie, St.Gallen.
Anschliessend Frage- und Diskussionsrunde.
Moderation René Hornung, Journalist, St.Gallen
Die Neugestaltung der südlichen Altstadt 2009 bis 2011 erlaubt ungeahnte Einblicke in die frühe Geschichte von Kloster und Stadt. Die Arbeiten haben zudem Fragen nach dem Schutz des archäologischen Kulturguts im und um das Unesco-Weltkulturerbe, nach der Planung von grossen Infrastrukturprojekten in der Altstadt und nach der Stellung der Archäologie in Stadt und Kanton St.Gallen aufgeworfen.
www.archaeologie.sg.ch

Standpunkte:
Mo 7. November, 19.30 Uhr im Forum
Flora Ruchat-Roncati, Architektin, Riva San Vitale
„Architektur als Lebensraum“

Zwischen Tessin / Rom / Zürich
Zwischen lesen / zeichnen / kochen
Zwischen Baustelle / Kinder / Arbeitstisch
Zwischen Pult / Bett / Sand
Zwischen Mozart / Rossini / Satie
Zwischen entwerfen und machen
Zwischen lieben und putzen
Zwischen lachen und weinen
Immer noch
Stehe ich auf den Beinen
Vielleicht
Flora Ruchat-Roncati

Standpunkte:
Mo 5.Dezember, 19.30 Uhr im Forum
Vortrag von Tony Fretton, Architekt, London
Architecture is a social art.

Architectural ideas begin for me when I notice something in life, nature, a city or building. I see how these things embody social ideas and imagery and in turn are given meaning by the activities and thoughts of the people who use them. From these bases I am able to make buildings that extend beyond simple formalism and visuality to broader fields of experience and ideas.
For me Architecture is a social art producing on one hand objects for physical and emotional occupation and on the other contributions to the cultural ideas by which societies operate. More specifically it has the capacity to construct a positive and operable realism from the circumstances of the project and conditions of the modern world and offer it as transforming experience.
Tony Fretton
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

Anschliessend gemütlicher Jahresausklang an der Archi-Bar.
   

   
   

Dank
Das Architektur Forum Ostschweiz dankt den Sponsoren, Gönnern und Mitgliedern für die engagierte Unterstützung.

               

 

 

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