__Architektur
Forum Ostschweiz________
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| Rückblick
2009 |
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Bauen
mit :
Jeden ersten Montag im Monat im Forum.
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Bauen
mit:
«Könnte Köln sein»
Lesung Andreas Neumeister, Autor,
München und Autorengespräch mit Michel Mettler
Mo 12. Januar, 19.30 Uhr
außen: Ministerium
innen: Ministerium
Das Außenministerium am Platz des Außenministeriums.
Das Außenministerium, die
zweite aller Schwestern (allein vier von ihnen waren 1953 geboren).
Denkmalschutz für Denkmäler! Das Außenministerium
noch immer mit dem 140 qm großen sowjetunionistischen Staatswappen
an der graugelben Fassade. Als Vergegenwärtigung der größten
Macht und Ausdehnung des Imperiums bleibt das Symbol, selbst Teil
des Gemäuers, auch nach dem Zusammenbruch des Systems Sowjetunion
weiter an seinem Platz
this is Moscow
wenn es heißt, Moskau sagt, Moskau spricht, Moskau verlautbart,
dann ist es in der Regel
dieses Gebäude, das spricht, aus dem und durch das gesprochen
wurde und wird.
Selbst das andernorts untergebrachte Politbüro sprach in der
Regel über und durch
dieses Gebäude nach außen, draußen, nach außerhalb
des Imperiums. Gegenüber gibt es
einen extra guten Imbiss, der jetzt herhalten muss. Weiße
Stühle aus Kunststoff. Ministeriabler Ausblick im abendlichen
Halbschatten gibt es die neue Weltordnung schon?
(aus «Könnte Köln sein», Suhrkamp Verlag)
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Aktuell
Marktplatz – Bohl: Das Wettbewerbsergebnis
Vorstellung und Gespräch
Mo 26. Januar, 18.00 Uhr, Hauptpost, St.Gallen, 1. Stock, Eingang
Gutenbergstrasse
Helen Bisang, Stadtplanerin St.Gallen,
Expertin Preisgericht
Hansjörg Roth, Stadtingenieur
St.Gallen, Fachpreisrichter
Franz Romero, Architekt, Zürich,
Fachpreisrichter
Martin Engeler, Benz Engeler Architekten,
St.Gallen, Verfasser 1. Rang
«Die Innenstadt und besonders die Altstadt bilden das
historisch gewachsene Zentrum des städtischen Lebens in St.Gallen.
Sie haben heute für die Stadt und die Region eine herausragende
Bedeutung für Einkaufen, Freizeit und Kultur. Zu einer attraktiven
Stadt gehört eine lebendige Altstadt mit einem vielfältigen
Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen. Die
neuen Entwicklungen mit Konkurrenzangeboten am Stadtrand gefährden
ohne Gegensteuer durch die private Wirtschaft und der öffentlichen
Hand die Funktion und die Stellung der Innen- und Altstadt. Der
drohenden qualitativen Verarmung soll mit einer Vielzahl von Massnahmen
zur Aufwertung entgegengewirkt werden.» (aus dem Wettbewerbsprogramm)
«Mit der strategisch klugen Setzung einer einzigen präzisen
städtebaulichen Figur gelingt es sozusagen auf einen Schlag,
die drei Bereiche Blumenmarkt, Marktplatz und Bohl als klar definierte
Stadträume von hoher spezifischer Qualität zu etablieren.
Das Fundament für diese ‹solution élégante›
wird auf eine Änderung des Verkehrskonzeptes gelegt: Die
Haltestellen Marktplatz und Bohl werden über die Diagonale
ausgetauscht. So wird es möglich, den Bohl von störenden
Niveauunterschieden und Hochbauten freizuhalten. Mit dieser bestechend
einfachen Rochade rückt die im Programm skizzierte städtebauliche
Vision in greifbare Nähe.» (Josy und Orazio, 1.Rang,
Bericht des Preisgerichts)
Eine
Veranstaltung des Architektur Forum Ostschweiz und des BSA Ortsgruppe
Ostschweiz.
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Architektur.Film
LOOS ORNAMENTAL - Photographie und
jenseits
Einführung Claude Lichtenstein, Architekt und Publizist,
Zürich
Di 20. Januar, 19.30 Uhr im Kinok
Der Film zeigt in chronologischer Reihenfolge die meisten Bauwerke
und Innenausstattungen von Adolf Loos 1870–1933.
«Die Architektur projiziert einen Raumentwurf in die dreidimensionale
Welt. Der Film nimmt diesen Raum und übersetzt ihn in zweidimensionale
Bilder, die uns in der Zeit vorgeführt werden. Im Kino erfahren
wir so etwas Neues: einen Gedankenraum, der uns über Gebäude
meditieren läßt.» Heinz Emigholz
R: Heinz Emigholz , A 2008, D, 35mm, 72’ www.adolf-loos-film.com
Weitere Vorführungen:
Fr 23. Jan. 18.30 Uhr, So 25. Jan. 11.00 Uhr, Mi 28. Jan.
18.30 Uhr, Sa 31. Jan. 18.00 Uhr Veranstaltungssponsoren:
Domus, Fluora
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Bauen
mit:
Lichträume: Chromotope
Victoria Coeln, Lichtarbeiterin, Wien
Mo 2. Februar, 19.30 Uhr
Ein aus Licht gebauter Raum ist per se unsichtbar – und
dennoch gestaltbar?
Mehrere übereinander gelegte Lichtschichten evozieren dreidimensionale
Farbtiefe, visuelle Situationen, die an die Wahrnehmung feiner Lasuren
in der klassischen Ölmalerei erinnern; und dennoch ist mir
bei der Konzeption der Chromotope die musikalische Komposition näher
als andere künstlerische Ausdrucksformen.
In Verbindung mit materiellen Flächen und Objekten wird der
Lichtraum, oder vielmehr sein Abbild, sichtbar. Licht als malerisches
Mittel gibt mir Bewegungsfreiheit in Zeit und Raum, Lichtfarben
«haften» auf jedem «Untergrund» und greifen
dabei nicht in seine materielle Beschaffenheit ein.
In der intensiven Arbeit mit Licht empfinde ich eine große
Nähe, ja Vertrautheit zu diesem Medium, und zugleich eine unüberwindbare
Distanz, die mir das letzte Begreifen des
Phänomens Licht zu versagen scheint ...
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Architektur.Film
koolhaas houselife
Einführung Martin Bühler, Architekt, Zürich
Di 17. Februar, 19.30 Uhr im Kinok
Rem Koolhaas baute 1998 für seinen
Bauherrn ein rollstuhlgerechtes Wohnhaus, das «Maison á
Bordeaux».
«Für einmal sind es nicht reduzierte, aufgeräumte
Bilder, die dem Betrachter auf hochästhetische Weise die Architektur
scheinbar unbewohnter Häuser nahe bringen wollen. Es ist die
charmante Haushälterin Guadalupe Acedo, die sich mit dem Staubsauger
durch die engen Treppenaufgänge quetscht und durch deren Augen
wir diese architektonische Ikone mit all ihren Reizen und Tücken
kennenlernen.»
I/F 2008 F/e, 58’ + 10’ Interview mit Rem Koolhaas,
R: Ila Beka, Louise Lemoine, www.koolhaashouselife.com
Weitere Vorführungen: Fr 20.Feb. 18.30 Uhr, So 22.Feb. 11.00
Uhr, Do 26.Feb. 18.30 Uhr, Sa 28.Feb. 17.00 Uhr
Veranstaltungssponsoren:
Domus, Fluora
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Bauen
mit: Tragwerk
Joseph Schwartz, Bauingenieur, Zug
Mo
2. März, 19.30 Uhr
Bei den im Vortrag vorgestellten Bauwerken stellt sich
die Frage, ob das architektonische Konzept oder das Tragwerk zuerst
vorhanden war. Entsprechende Resultate lassen sich nicht im disziplinären
Alleingang erreichen, Architekt und Ingenieur sind gegenseitig aufeinander
angewiesen. Es ist klar erkennbar, dass entsprechende Projekte interdisziplinär
entworfen und im Spannungsfeld zwischen der physikalischen Notwendigkeit
und der gestalterischen Freiheit weiter entwickelt wurden, oft knapp
an den Grenzen des konstruktiv Möglichen.
Mirko Rosą schrieb 1940:
«Robert Maillart war Ingenieur im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Erfahrung räumte er das gleiche Mitspracherecht ein wie
der wissenschaftlichen Erkenntnis. Er erkannte klar, dass dem mit
den Naturkräften ringenden Ingenieur das letzte Geheimnis der
Materie verschlossen bleiben wird – daher die in seinen Werken
zum Ausdruck gelangende Ehrfurcht vor der Natur und ihren Gesetzen.»
An diesem Punkt beginnen sich das Rationale und das Irrationale,
die Physik und die Metaphysik zu berühren. Hier kommt eine
transzendente Komponente ins Spiel, und spätestens an diesem
Scheidepunkt müssten wir uns als Ingenieure veranlasst fühlen,
alles Technische weit hinter uns zu lassen, und den Ingenieurauftrag
in seinen schöpferischen, politischen, gesellschaftlichen,
kulturellen, menschlichen und nicht zuletzt übermenschlichen
Dimensionen zu erfüllen.
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Architektur.Film
Jean Prouvé
Einführung Catherine
Dumont D’Ayot: krankheitshalber
leider ohne Einführung
Di 17. März, 19.30 Uhr im Kinok
Ein Filmabend mit drei verschiedenartigen Filmen über
Jean Prouvé (1901–1984) gibt Einblick in ein aussergewöhnliches
Werk von Bauten und Möbeln.
«In Jean Prouvé vereinigen sich Architekt und Ingenieur,
richtiger noch, Architekt und Baumeister, denn alles, was er anfasst
und gestaltet, bekommt sofort eine elegante und plastische Form,
mit glänzend verwirklichten Lösungen in Bezug auf Haltbarkeit
und industrielle Fertigung» – Le Corbusier
«Jean Prouvé träumte davon, Häuser zu erschaffen,
die so schön und rational sein sollten wie Flugzeuge. 1953,
mitten in einer Lebenskrise, baut er sich ein eigenes Haus.
Wiewohl aus der Not geboren, verkörpert es doch die innovativsten
seiner Einfälle.»
Weitere Vorführungen: Fr 20. März 18.00 Uhr, So 22. März
11.00 Uhr, Mi 25. März 18.00 Uhr
Ort: Kinok / Grossackerstrasse 3 / 9006 St. Gallen / Bus
Nr. 1/7, Haltestelle St.Fiden / Eintritt: Fr. 14.– / Mitglieder
Architektur Forum Ostschweiz Fr. 10.– / Filmbeschreibungen
im Kinokprogramm und www.kinok.ch
Veranstaltungssponsoren:
Domus, Fluora,
Vitra
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Bauen
mit:
Über Architektur schreiben.
Martin Steinmann, Architekturtheoretiker, Aarau
Mo 6. April, 19.30 Uhr
Damit man etwas über Architektur lesen kann, beispielsweise
in einer Zeitung, beispielsweise eine Kritik, muss ein anderes man
etwas schreiben.
Damit fangen die Fragen an. Wer schreibt über Architektur?
In welcher Rolle schreibt man? Was schreibt man, einen Bericht oder
eine Kritik? Für wen schreibt man? Schreibt man für andere?
Für wen sonst? Wer sind diese anderen? Architekten oder Leser,
die sich halt für Architektur interessieren, wie für anderes,
Wein zum Beispiel? Was erwarten sie von einem Text? Wer-hat-was-gebaut
oder eine Auseinandersetzung mit dem, was gebaut wird? Oder ist
der Text nur das Grau neben Plänen und Fotografien? Wo erscheint
der Text, im St. Galler Tagblatt oder im Werk?
Und weiter: Warum schreibt man? Um den anderen Architektur verständlich
zu machen? Aber schreibt man wirklich für andere? (Muss man
davon leben?) Oder schreibt man für sich, als Mittel, um selber
Architektur zu verstehen? – Fragen beim Schreiben über
Architektur (und beim Überlegen, was man über das Schreiben
so sagen kann).
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Hauptversammlung
2009
Mo 20. April, 19.30 Uhr
Traktanden
1. Begrüssung / 2. Protokoll der HV 2008 / 3. Jahresbericht
/ 4. Jahresrechnung / 5. Revisorenbericht / 6. Budget und Mitgliederbeiträge
2009 / 7. Ersatzwahlen in den Vorstand, Heidi Stoffel und Philipp
Stalder / 8. Wahl der Rechnungsrevisoren / 9. Bericht über
die Schaffung einer Geschäftststelle / 10. Allgemeine Umfrage
Forums-Fest
Anschliessend an die HV, ca. 20.00 Uhr
Zum Forums-Fest sind alle Mitglieder
mit Begleitung herzlich eingeladen.
St.Galler Urgeschichten
Walter Frei, Theologe und St.Galler Stadtwanderer
berichtet allerhand über die Freude
an und über die Liebe zur Architektur.
Essen
Matthias Kündig und sein Team verwöhnen
uns mit Kulinarischem aus der Region.
Hauptpreis
Stuhl Antony, Entwurf Jean Prouvé. Sponsor:
Vitra
Veranstaltungssponsoren:
Vitra,
Delinat
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Bauen
mit:
Kunst und Landschaft – zwischen
den Disziplinen
Christopher T. Hunziker, Bildender Künstler, Architekt, Landschaftsarchitekt,
Zürich,
Winterthur
Mo 4. Mai, 19.30 Uhr
Kunst im öffentlichen Raum verkörpert für
Hunziker immer kollektive, gesellschaftliche und kulturelle Prinzipien
der menschlichen Gemeinschaft. Kunst im öffentlichen Raum erfüllt
eine stadträumliche und damit eine landschaftsarchitektonische
Funktion und wirkt somit als unverzichtbarer Bestandteil des Stadt-
und Landschaftsraumes.
Seit jeher verweigert sich Hunziker konsequent der allgemein als
sinnvoll oder unumgänglich erachteten Spezialisierung von Architektur,
Landschaftsarchitektur, Ingenieurwesen und Kunst. Voraussetzung
für das gelungene Zusammenspiel dieser
Disziplinen ist das klare Verständnis ihrer Eigenarten, Unterschiede
und Gemeinsamkeiten.
Bedeutende Projekte Hunzikers, die das breite Spektrum von Landschaftsarchitektur,
Stadtgestaltung, Kunst im öffentlichen Raum, Architektur, Lichtgestaltung
bis Public
Design aufzeigen, sind der Wahlenpark mit blauem Glasbalken, der
Leutschenpark
mit Leutschenlicht und Baumtopf, die Neugestaltung des Marktplatzes
Oerlikon
in Zürich und «Bioquant» – Kunst am Bau an
der Universität Heidelberg.
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Vor
Ort:
LandschaftsarchitekTour
16. Mai 2009
Das Jahresthema «Bauen mit ...» ist auch auf
der diesjährigen LandschaftsarchitekTour
Programm. Im Vordergrund stehen der Einsatz unterschiedlicher Materialien
sowie die
Zusammenarbeit und Auseinandersetzung der beteiligten Professionen
mit dem
Freiraum. Die Tour macht Halt bei aktuellen Freiraumprojekten im
Raum Ostschweiz.
Die Projektverfasser – Landschaftsarchitekten, Architekten
und Künstler - sind vor Ort und
ermöglichen eine Diskussion im Spannungsfeld unterschiedlicher
Disziplinen.
09.00 Uhr Abfahrt, Architektur Forum Ostschweiz, Davidstrasse 40,
St.Gallen
Helvetia St.Gallen Stauden
Farben
Friedhof Zuckenriet Metall Patina
Hafenanlage Altnau Architektur Landschaft
Mittagessen am Hafen von Altnau
Schule Kriessern Beton Form
Schulhaus Trogen Holz Platz
Friedhof Speicher Stein Kunst
Alters-/Pflegeheim Speicher Wasser
Kunst
18.00 Uhr Rückkehr St.Gallen Eine
Veranstaltung des Bundes Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen
BSLA und des Architektur Forums Ostschweiz
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Anmeldung.pdf bis 8. Mai |
Werkbericht
Mo
25. Mai, 19.30 Uhr im Forum
Dietrich Schwarz, CEO
GLASSX AG, Architekt,
Wissenschaftler und Pionier in der
Erforschung und Entwicklung intelligenter Glasfassaden.
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Bauen
mit:
Technologie des ökologischen
Bauens – Vision oder Illusion
Klaus Daniels, Ingenieur für Gebäudetechnik, München
Mo 8. Juni, 19.30 Uhr
Die Vision, Gebäude zu konzipieren, die mehr Energie erzeugen
als sie verbrauchen, gilt für bauliche Strukturen, deren Energieerzeugungsflächen
in etwa im Verhältnis von 1:1,5 bis 1:3 der energieverbrauchenden
Flächen liegen, es sei denn, es gelänge tatsächlich,
ein Gebäude zu konzipieren, in dem im Wesentlichen keine elektrische
Energie mehr benötigt wird. Es ist nicht unbedingt ein Problem
des Heizens oder zum Teil Kühlens, will man ein energieautarkes
Gebäude konzipieren, sondern es ist primär ein Problem
des elektrischen Energiebedarfs für „stromfressende“
Maschinen und Geräte.
Je nach Sonnenangebot des jeweiligen Standortes kann beim richtigen
Flächenverhältnis energieerzeugender Flächen zu zu
verbrauchenden Flächen ausreichend viel Wärme produziert
werden. Bei Nutzung von Kühlwasserströmen aus dem Untergrund
in kühlen Regionen der Welt kann annähernd der gesamte
Kühlenergiebedarf aus dem Erdreich gedeckt werden. Das eigentliche
Problem liegt darin, ausreichend viel elektrische Energie durch
die natürlichen Ressourcen zu erzeugen. An der Universität
Stuttgart. Lehrstuhl Prof. S. Behling, wurden mit Unterstützung
der Firma Schüco vor Jahren Entwicklungen aufgenommen, eine
Fassade zu konzipieren, die funktional notwendige Baukomponenten
mit Energieertragselementen kombiniert, so dass eine Energiefassade
entsteht.
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Bauen
mit:
Energieeffizenz
Der effiziente Einsatz von Energie stellt auch das Bauwesen
vor Herausforderungen, denen
immer mehr mit gleichermassen kreativen wie intelligenten Lösungen
begegnet wird. In
Zusammenarbeit mit dem Architektur Forum Ostschweiz lädt das
Amt für Umwelt und
Energie des Kantons St. Gallen Planende und Interessierte zu einem
Zyklus ein, der sich
Bewährtem ebenso wie Neuentwicklungen auf diesem Gebiete widmet.
Mo 15. Juni, 19.30 Uhr im Forum
Nachhaltiges Bauen: neue Wege beschreiten
am Beispiel der Migros Heiden
Martin Hitz, Leiter Bauwesen/Liegenschaften,
Genossenschaft Migros Ostschweiz
Andreas Pfeiffer, Leiter Technologie
und Umwelt, Reuss Engineering AG, Winterthur
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Mo
29. Juni, 16.00–20.00 Uhr im Forum
Workshop Energieeffizenz
In Kleingruppen werden unter sachkundiger Leitung spezifische
Themenfelder erörtert.
Ziel ist es, Methoden und Techniken zum effizienten Einsatz von
Energie kennen und
anwenden zu lernen.
EinführungsreferatGiuseppe Fent,
Architekt, Wil
Workshop – Themen und Referenten Mario
Rechsteiner, Lichtdesigner, St.Gallen
Beleuchtung – schön und effizient Andreas
Baumgartner, HLK Ingenieur, Zürich
Zeitgemässe Haustechnik am Beispiel eines Bürogebäudes
Stefan Truog, Architekt, Muolen
Minergie – Konzepte für Gebäude Severin
Lenel, Architekt, Umweltingenieur, Zürich
Ökologische Kriterien von Materialien und Konstruktionen Arno
Schlüter, Frank Thesseling,
Professur für Gebäudetechnik / ETH Zürich
Design Performance Viewer: Integrierte Analyse der Energieeffizienz
im Gebäudeentwurf
Anschliessend Apéro
Eine Veranstaltung des Amtes
für Umwelt und Energie des Kantons St.Gallen und des Architektur
Forums Ostschweiz
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Workshop
Energieeffizenz
Teilnehmerzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich!
Anmeldung.pdf
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Bauen
mit:
Environmental Branding
Anton Josef Maria Isenring und Jens-Ole Kracht, Creative Directors,
Zürich
Mo 6. Juli 2009, 19.30 Uhr im Forum
Branding und Architektur haben in letzter Zeit eine enge
Beziehung entwickelt: Architektur und Marketingstrategien werden
bewusst miteinander verknüpft. Einerseits nutzt das Branding
die Architektur als hervorragendes Instrument zur Vermittlung einer
Markenphilosophie durch Erleb- und Sichtbarmachen ihrer Botschaft.
Andererseits werden Architekten und Architekturen zu Marken und
die Bauwerke zu Markenprodukten.
Die Markenwirkung von Architektur wird in der Wirtschaft zunehmend
instrumentalisiert.
Architekturstars werden beauftragt, Gebäude zu entwerfen, die
über ihre funktionalen Eigenschaften zur Erfüllung des
Nutzungszwecks eine positive Strahlkraft im Sinne einer Imagebildung
ausüben sollen.
Neben Gewerbeimmobilien werden Gebäude, die einen kulturellen
Auftrag zu erfüllen haben, wie Museen, Kongresszentren oder
Konzerthäuser, heute vielfach als Teil einer übergeordneten
und gezielten Markenbildung gesehen und entsprechend instrumentalisiert.
Der Einsatz besonderer Architektur oder von Star-Architekten soll
den Effekt des
Imagetransfers auf eine Marke, eine Stadt oder Region bewirken.
Der Erfolg dieser
Bemühungen hängt von dem Verständnis sowohl der Wirkungsmechanismen
der Marke als auch der Architektur ab. Wir möchten aufzeigen,
auf welcher Grundlage wir mit welchen Methoden und Werkzeugen Architectural
Branding entwickeln.
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vor
Ort
Schulhaus Leutschenbach, Zürich
Architekt Christian Kerez
Mo 20. Juli, 17 Uhr Abfahrt: Architektur Forum Ostschweiz,
Davidstr. 40, St.Gallen
Besichtigung und Führung mit Christian
Scheidegger, Büro Kerez, Joseph
Schwartz, Bauingenieur, und Mike Critchley,
Projektbegleiter.
Nach der Besichtigung des Schulhauses gemütlicher Umtrunk und
gemeinsame Rückfahrt nach St.Gallen.
Anmeldung mit Name und Teilnehmerzahl an stutz@a-f-o.ch
Beschränkte Platzzahl. Berücksichtigung nach Eingang der
Anmeldung.
Mitglieder gratis. Nichtmitglieder Fr. 40.–
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Bauen
mit:
Tradition und Innovation im Holzbau
300 Jahre Hans Ulrich Grubenmann
Mo 3. August, 18.00 Uhr bei der Grubenmann-Sammlung, Dorf
7, Teufen AR
Besichtigung und Führung mit
Rosmarie Nüesch-Gautschi durch das Grubenmann-Museum
und die Kirche in Teufen.
Vortrag von Hermann Blumer, Waldstatt
Faszination Holzbau heute/morgen
Anreise individuell. Anschliessend gemütlicher Umtrunk.
Siehe auch: www.grubenmann-sammlung.ch
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Tag
des Denkmals
Solaranlagen und Denkmalpflege
Mo 31. August, 19.30 Uhr, im Forum
Heute wird auch bei historischen Bauten und wertvollen Ensembles
Energieeffizienz eingefordert. So verständlich dieses Anliegen
ist, gilt es doch auch den historischen Wert
der Schutzobjekte und Ortsbilder zu bewahren. Ist eine sorgfältige
Integration von Kollektoren an Schutzobjekten möglich und sinnvoll?
Vertreter der Solarindustrie, Architekten und Denkmalpfleger stellen
sich diesen Fragen
und erörtern Lösungen zur Steigerung der Verträglichkeit
von Solaranlagen im historischen Bestand.
Einführung
Regula M. Keller, Architektin, Denkmalpflege
des Kantons St.Gallen
Podiumsdiskussion
Beatrice Sendner Rieger, Leiterin Denkmalpflege
des Kantons Thurgau
David Stickelberger, Geschäftsführer
Verein Swiss-Solar
Peter Dransfeld, Architekt, Ermatingen
Fredy Brunner, Leiter Direktion technische
Betriebe St.Gallen, Stadtrat
Judit Solt, Gesprächsleitung,
Chefredaktorin der TEC21, Mitglied der Natur- und
Heimat-
schutzkommission des Kantons Zürich
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Museumsnacht:
FarbLicht-Nomaden
Sa 5. September, ab
18.00 Uhr Installation
und Bar
Ob als Licht am Arbeitsplatz oder im Wohnraum, oder als
Stimmungslicht respektive Beleuchtung im szenografischen Umfeld
– LED ist das Licht der Zukunft. In wenigen Jahren schon wird
der grossflächige Einsatz von LED zum Alltag von Architekten,
Innenarchitekten, Designern und Szenografen gehören. Die Ausstellung
«LED – Licht der Zukunft» untersucht das dynamische
Verhältnis von LED-Beleuchtungen und farbigen Oberflächen
in seinem räumlichen Kontext. Sie inszeniert den Umgang mit
LED-Licht und Farbe spielerisch und gibt Einblick in ein unerschöpfliches
Gestaltungspotenzial.
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Bauen
mit:
Dafür hat man mich
Konrad Hummler
Mo 7. September, 19.30 Uhr
Als «Operation am offenen Herzen» der Altstadt
von St.Gallen bezeichnet Konrad Hummler die Restaurierungsarbeiten
an der St.Katharinenkirche und verweist damit auf den hohen symbolischen
Wert des historischen Bauwerks. Mit dem Kauf und der laufenden Restaurierung
der Katharinenkirche bekennt sich Wegelin & Co. zum Standort
St.Gallen. Eine Oase der Ruhe und Einkehr soll die Kirche nach dem
Umbau sein – die Welt sei ohnehin zu laut, meint Konrad Hummler.
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vor
Ort: sia
Baustellenführung Universität
St.Gallen
Di 15. September, 16.30 Uhr,
Treffpunkt: Eingang Bibliotheksgebäude, Dufourstrasse 50, 9000
St.Gallen
Führung durch die Baustelle mit Kantonsbaumeister Werner
Binotto, dem Projektleiter
Heinz Zumstein, sowie Titus
Ladner und Remo Wirth
von architekten:rlc.
Diskussion und Apéro. Anreise individuell.
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Anmeldung:
bis Mo 7. September
Fax: 071 274 03 79
sia@kl-architekten.ch |
ArchitekTour
Köln und Umgebung
Do 17. September – So 20. September
Dom zu Köln / Bruder Klaus Kapelle Wachendorf, Peter
Zumthor 2007 / Kolumba Köln, Peter Zumthor 2007 / Museum für
angewandte Kunst Köln, Rudolph Schwarz 1957 / Wilhelm Lehmbruck
Museum Duisburg, Manfred Lehmbruck 1964 / Zeche Zollverein Essen,
Fritz Schupp und Martin Kremmer 1927–1932, Umbau der Kohlenwäsche
durch Rem Koolhaas OMA 2003 / Zollverein School Essen, SANAA 2006
/ Stiftung Insel Hombroich
Wir erarbeiten ein detaillierteres Programm, wenn sich bis zum 10.
Juli 2009
18 Interessierte anmelden. Max. 25 Teilnehmer, Anmeldungen werden
in Reihenfolge der Eingänge berücksichtigt. Versicherung
ist Sache des Teilnehmers. Änderungen vorbehalten.
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Anmeldekarte.pdf |
vor
Ort:
Baustellenführung Oberstufenzentrum Buechenwald, Gossau
Mo 21. September, 18.00 Uhr,
Treffpunkt: Seminarstrasse 7, 9200 Gossau
Führung durch die Baustelle mit dem Architekten Martin
Hsu, Froelich & Hsu
Architekten und Heinz Handschin, GU
Implenia.
Diskussion und Apéro. Anreise individuell
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Anmeldung:
bis 17. September
Fax 071 282 50 75 info.stgallen@implenia-gu.com |
Aktuell:
Chrüzacker
Podiumsgespräch
Mo 28. September, 19.30 Uhr im Architektur Forum
Der Bau des Bundesverwaltungsgerichts ist von nationaler Bedeutung,
aber auch wirtschaftlich eine sehr gefreute Sache für St.Gallen.
Mit einigen Nebengeräuschen ist jedoch die Realisierung der
Wohnbauten verbunden. Beide Bauvorhaben wurden mit einem zweistufigen
Wettbewerb vorbereitet, Gestaltungspläne verfasst und bewilligt,
und wie die jüngsten Stellungnahmen des Kantons zeigen, ist
rechtlich alles hieb- und stichfest. Trotzdem regt sich in der Bevölkerung
und in Fachkreisen Widerstand, ausschliesslich gegen die Anordnung
der Wohnbauten. Tatsächlich wurden die Baukörper gegenüber
dem Wettbewerbsprojekt verschoben (bis 17m) und liegen im bewilligten
Gestaltungsplan sehr nahe am Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts.
(Daniel Stauffacher, «Einfache Anfrage an den Stadtrat»)
Im Architektur Forum diskutieren:
Georges Wüthrich, alt Bundeshauskorrespondent
des «Blick»
Flavio Büsser, Generalsekretär
Finanzdepartement Kanton St.Gallen
Felix Wettstein, Architekt, Lugano,
Mitglied Sachverständigenrat St.Gallen
Thomas Hasler, Staufer Hasler Architekten,
Architekt Bundesverwaltungsgericht
Silvio Ragaz, Matti Ragaz Hitz Architekten,
Architekt Stadtvillen
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Bauen
mit:
Light exists in relation to shade
Hélène Binet, Fotografin, London
Mo 5. Oktober, 19.30 Uhr «Light
is a physical phenomenon that moves through the building. Sometimes
it rests,
sometimes it hides and plays with the surfaces. Like the sound of
a symphony is created by the different instruments of the orchestra,
the overall character of the light of a building, the «atmosphere»
is given by the light and its variations and duration. A «sound
chamber» is created for the light. The different lights meet
and mix. They interfere with each other and then disappear. Light
and sound are both ephemeral. Light exists in relation to shade.
In my photographs the beauty is created by the combination of the
different quality of the light and its intervals of shades. In music
the sounds need the silence to evolve into a piece and to define
its existence from beginning to end. Blackness surrounds the light
in a very tight relationship of indefinite dependency. Harmonies
of light are registered by the photographic material. These conditions
occur with strength in the roof of Kolumba, Art Museum of the Cologne
Archdiocese by Peter Zumthor.»
Vortrag in englischer Sprache
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Vor
Ort:
Kartause Ittingen
Mo 19. Oktober, 17.00 Uhr
Treffpunkt: Eingangstor, Empfang Kartause
Führung durch die Kartause Ittingen mit ihren neuen Ergänzungen
und Anpassungen mit der Architektin Regula
Harder, Harder Spreyermann Architekten, Zürich.
Anreise individuell.
Anmeldung bis 6. Oktober, Fax 071 461 22 07, info@zech.ch
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Bauen
mit:
«Architektur mit Kinderaugen
gesehen»
Thomas Rutherfoord, Farbgestalter, Winterthur
Mo 2. November, 19.30 Uhr
In den letzten Jahren wurde ich von verschiedenen Architekten
als Künstler zur Zusammenarbeit an ihren Projekten beigezogen.
Oftmals waren das Wohnsiedlungen. Als Künstler bin ich darauf
angewiesen, aus dem inneren Steinbruch der Kindheitserinnerung schöpfen
zu können. Darum soll es hier, oft nicht ganz ernst gemeint,
v.a. um den halböffentlichen Raum von Wohnbauten, gesehen durch
Kinderaugen, gehen.
Die ersten Darstellungen von Häusern, Dörfern und Städten,
die mir als Kind zu Gesicht kamen, waren nicht diejenigen von van
Gogh sondern zum Beispiel das von Alois Carigiet gezeichnete Engadiner
Haus im «Schellen-Ursli» oder die französische
Stadt Jean de Brunhoffs, die Babar, der kleine Kinderbuch-Elefant,
antrifft, nachdem er aus der Wildnis flüchten musste. Ich gehe
davon aus, dass solche Illustrationen, einen bleibenden Eindruck
auf mich als Kind gemacht haben, schliesslich war ich medienfern
aufgewachsen und schon 14, als mein Vater 1970 den kleinen Sony
Fernseher kaufte. Ich glaube, dass diese Zeichnungen noch heute
mitschwingen, wenn ich, als interessierter Bürger und nicht
als Architekt, mit dem Skizzenbuch in Paris zum Beispiel die Anlage
der Bibliothèque Nationale zu verstehen versuche. Wenn ich
in einem Wohnquartier in Venedig tatsächlich noch Wäsche
sehe, die hoch oben zwischen den Häusern zum Trocknen aufgespannt
ist, muss ich lächelnd kurz an die entsprechende Illustration
im Buch «Globi und Pinocchio in Vendig» denken und weniger
an die hunderten von schwelgenden Fotobildbände über Venedig.
Die Erinnerung an bevorzugte Spielplätze um den Wohnblock von
damals, 1960, lassen mich verstehen, warum die Kinder sich 2009
lieber im schmutzigen Sammelcontainer für alte Zeitungen verstecken
als in der bunten Burg aus dem Spielplatz-Katalog, den die Hausverwaltung
so grosszügig aufgestellt hat. Gofen und Katzen kennen diskrete
Zaundurchlässe zwischen Liegenschaften an die der Gartengestalter
nicht dachte. Es ist das Kinderherz, das schmunzelt, wenn es von
Architekten hört, die aus der sonst öden Kiesfläche
der Flachdächer von Mehrfamilienhäusern ein Wohndach mit
Waschsalon, Jugendraum und Sonnendeck machen.
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Ausstellung
Architekturpreis Beton 09
Vernissage, Mo 16. November, 19.30 Uhr
Türöffnung 18.30 Uhr
Begrüssung durch Jörg Berli,
Geschäftsführer Betonsuisse
Vortrag von Jakob Steib, Architekt,
Zürich, Preisträger
Ausstellung Mo 16. bis Sa 28. November
Der Architekturpreis Beton, eine Auszeichnung der Betonsuisse Marketing
AG, wurde dieses Jahr zum neunten Mal verliehen. Alle vier Jahre
werden mit diesem Preis Bauten mit architektonisch vorbildlicher
Betonanwendung hervorgehoben.
Die Ausstellung zeigt: Valerio Olgiati: Nationalparkzentrum Zernez;
Atelier Bardill, Scharans; Haus K+N, Wollerau. Burkart Meyer Architekten:
Berufsfachschule BBB, Baden. Gmür&Steib Architekten: Wohnüberbauung
Paul-Clairmont-Strasse, Zürich.
Öffnungszeiten Sa 21./28. November 13.00-15.00 Uhr oder auf
Anfrage.
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Aktuell
Änderung der Bauordnung
Podiumsgespräch
Mi 18. November, 19.30 Uhr
Gemäss der geltenden Bauordnung werden die schützenswerten
Bauten in der Stadt St.Gallen (ausserhalb der Altstadt) in einem
Inventar erfasst, aber nur bei einer konkreten Gefährdung
auch rechtlich unter Schutz gestellt. Neu sollen die als schützenswert
geltenden Gebäude ausserhalb der Altstadt mit einer Schutzverordnung
formell unter Schutz gestellt werden. Für den Erlass der
Schutzverordnung ist das Parlament zuständig und hat somit
ein Mitentscheidungsrecht.
Für die Volksabstimmung vom 29.November 2009 empfiehlt das
Stadtparlament die Änderung der Bauordnung anzunehmen. Der
Stadtrat empfiehlt, die Änderung abzulehnen.
Wie künftig dem baukulturellen Erbe der Stadt St.Gallen Sorge
getragen werden soll diskutieren im Architektur Forum:
Martin Boesch, Stadtparlamentarier,
Nein-Komitee
Markus Bollhalder, Architekt
Erol Doguoglu, Stadtbaumeister
Daniel Rietmann, Stadtparlamentarier,
Ja-Komitee
Daniel Klingenberg, Moderation: Redaktor
St.Galler Tagblatt
Tagblatt
vom 20.11.2009: "Eine heissumkämpfte Vorlage".pdf
Tagblatt
vom 20.11.2009: "Geheimniskrämerei?".pdf
Tagblatt
vom 25.11.2009: "Fachverbände gegen Änderung der
Bauordnung".pdf
Tagblatt
vom 30.11.2009: "Nein zum Systemwechsel".pdf
Tagblatt
vom 30.11.2009: "Viel Arbeit für den Stadtrat".pdf
Fachverbände
gegen Änderung der Bauordnung
Fachverbände der Architekten sind gegen den Systemwechsel
bei der Denkmalpflege. Sie empfehlen ein Nein zur städtischen
Abstimmungsvorlage vom Wochenende. Kurz vor «Torschluss»
haben sich gestern die Ostschweizer Sektionen und Ortsgruppen
des Bundes Schweizer Architekten (BSA), des Schweizer Ingenieur-
und Architektenvereins (SIA), des Schweizer Werkbundes (SWB) und
das Architektur-Forum Ostschweiz zur Änderung der städtischen
Bauordnung zu Wort gemeldet. Die Organisationen halten den damit
geplanten Systemwechsel im Umgang mit schützenswerten Häusern
für «sinnlos».
Heutiges System klappt
Das bisherige Verfahren bewähre sich bestens: Erst wenn ein
schützenswertes Haus umgebaut werden solle, müsse zusammen
mit der Denkmalpflege ein Weg zum Schutz der wertvollen Teile
gesucht werden, heisst es in der Mitteilung der Organisationen.
Mit dem Systemwechsel sei eine Verordnung für wertvolle Häuser
geplant. Sie würden unter Schutz gestellt, egal ob ein Umbauprojekt
bestehe oder nicht. Wenn Hauseigentümer nicht einverstanden
seien, müssten sie sich «vorsorglich wehren».
Dies mache «aus Sicht der Planer und Architekten keinerlei
Sinn, denn ohne Projekt kann nicht beurteilt werden, ob die Eingriffe
die schützenswerte Substanz tangieren oder nicht».
Die Fachorganisationen stellen sich in ihrer Mitteilung die Frage,
was die knappe Mehrheit des Parlaments und die Hauseigentümer
mit dem Systemwechsel erreichen wollten: «Offensichtlich
geht es darum, die Liste der schützenswerten Bauten so kurz
wie möglich zu halten.» Die schwächste Schutzkategorie
3 solle es künftig nämlich gar nicht mehr geben.
Kulturelle Werte schützen
Ein zu schwacher Schutz kann nach Meinung der Fachorganisationen
aber «zu einem
unverantwortlichen und liederlichen Umgang» mit vorhandener
Bausubstanz führen. Unsere
Städte verkörperten aber materielle und kulturelle Werte,
mit denen wir respektvoll umgehen
müssten. Verluste seien unwiederbringlich. Deshalb sei die
Änderung der Bauordnung unnötig.
Tagblatt
vom 25. November 2009
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Bauen
mit:
Philosophie
Paul Good, Philosoph, Bad Ragaz
Mo 7. Dezember, 19.30 Uhr
Jeder baut mit Philosophie, es stellt sich nur die
Frage, mit welcher?
Ich schlage vor, die Bauphilosophie neuerdings mit den Gesichtspunkten
«das Glatte» und «das Gekerbte» anzureichern.
Diese Unterscheidung setzt dem abstrakten Denken in Formen des Geistes
ein tektonisches Modell von Denken nach Kräften der Materie
zur Seite. Es verschiebt das Königsdenken in Zahlen, Formen,
Figuren, das natürlich allem Bauen zugrunde liegt, in Richtung
Nomadendenken, das sich anderer Ideen und Mittel bedient. Dahinter
steckt die Annahme, dass jedes Denken sich sein spezifisches Territorium
erschafft. Die Königsdisziplinen, dazu auch Architektur gehört,
sind sesshaft. Sie besetzen ein Territorium, indem sie abzählen
und abmessen, einteilen und einordnen, formen und begrenzen. Tektonisch
ausgedrückt, handelt es sich dabei durchaus um Einkerbungen,
die man einem Territorium verpasst. Häuser, Städte und
Verkehrswege schlagen Kerben in die Erde. Kerbungen vermehren sich
in allen Bereichen des Lebens, der Gesellschaft, des Staates. Sie
bilden das, was man Kultur nennt. Sie machen aber noch nicht schon
Kunst aus. Damit Kunst entsteht, muss noch der Gesichtspunkt des
Glatten hinzukommen. Nun klingt schon das Wort «gekerbter
Raum» verwirrend, man müsste dafür eher gerastert,
gerillt, gestreift sagen. Das Weben eines Teppichs gibt dafür
ein gutes Bild ab, es geschieht durch Kette und Schuss, durch einen
vertikalen und einen horizontalen Faden. Das Gegenbild zum Teppich
liefert der Filz. Er ist die Erfindung mongolischer Nomaden: Mikrofasern
verschlingen sich durch Pressen in allen Richtungen. Obwohl das
Material keineswegs homogen ist, erschafft es einen «glatten
Raum». Durch Linien ausgedrückt: es geht um eine «mutierende
Linie», die unaufhörlich die Richtung wechselt, ohne
Form und Hintergrund, ohne Anfang und Ende auskommt, um eine solche
Linie, «die ebenso lebendig ist wie eine kontinuierliche Variation»,
eine solche «abstrakte Linie» beschreibt einen «glatten
Raum». Paul Good
Paul Good wurde 1942 in Mels geboren und war von 1983 bis 2008 als
Professor für Philosophie der Künste an der Kunstakademie
Düsseldorf tätig. 2007 eröffnete er ein «Philosophie
Atelier» in Bad Ragaz, wo er weiterhin Seminare, Symposien
und Buchprojekte zu «Kunst und Philosophie» durchführt.
Seine Lieblinge sind: DIE BERGE - Geformt durch Kräfte und
Ströme des Weltalls (Kälte, Hitze, Winde, Regen, Stürme,
Licht, Dunkelheit).
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Architektur.Film
Architektur der Erinnerung. Die Denkmäler
des Bogdan Bogdanovic´
Einführung Reinhard Seiß, Regisseur, Wien
Mi 2. Dezember, 19.30 Uhr im Kinok
Bogdan Bogdanovic´ - Jahrgang 1922,
Architekt, Urbanist und Literat, Hochschulprofessor und ehemaliger
Bürgermeister von Belgrad - schuf zwischen den 1950er und den
1980er Jahren 19 grossmassstäbliche surrealistische Monumente
gegen Krieg und Vernichtung, verteilt über ganz Jugoslawien.
Seine versöhnlichen Gedenkstätten - manche zeigen die
Ausmasse antiker Städte, manche sind regelrechte Land Art-Projekte
- verweigerten sich nicht nur gegenüber der sozialistisch-realistischen
Doktrin jener Epoche, sondern auch gegenüber jeglicher politischen
oder klerikalen Vereinnahmung. Schon während des kommunistischen
Regimes von nationalistischen Eiferern angefeindet, wurde der Humanist
Bogdanovic´ mit Ausbruch des jugoslawischen Bürgerkriegs
1991 mit dem Tode bedroht und sein Werk zum Ziel mutwilliger Zerstörung.
Die aktuelle Filmdokumentation des Stadtplaners und Fachpublizisten
Reinhard Seiß portraitiert die kunsthistorisch einzigartigen
Denkmäler des seit 1993 im Wiener Exil lebenden Surrealisten
und setzt seine metaphorische Architektur mit dessen Literatur sowie
mit der Geschichte und Gegenwart Jugoslawiens in Beziehung.
A 2008, O/d, 125', R: Reinhard Seiß
Weitere Vorführungen: So 6. Dez. 17.00 Uhr, Di 8. Dez. 20.30
Uhr, So 13.Dez. 11.00 Uhr
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Ausstellung
Holzpreis Schweiz 2009
Mo 14. Dezember 19.30 Uhr
Martin Antemann, Bauingenieur, Gossau «Freiheit und
Perfektion im Holzbau»
Fabian Scheurer, Computer Scientist,
Erlenbach «biegen und brechen».
Jahresausklang mit Fondue à discretion.
Holz ist herausgetreten aus seiner Nische zwischen Beton, Stahl
und Kunststoff. Der nachwachsende Rohstoff findet Beachtung und
Anerkennung mit guter Architektur bei Wohn-, Büro- und Schulbauten,
mit hoher Ingenieurskunst bei Brücken und Hallen
und mit verblüffenden Erfindungen bei Möbeln und im Innenausbau.
So tritt das Holz heute unverkrampft hervor als sinnliches Material,
das die Gefühle anspricht und zugleich beweist, dass es zeitgemäss,
technisch fortschrittlich und zu Spitzenleistungen am Bau fähig
ist. Hans Hess, Ständerat, Präsident Lignum, Holzwirtschaft
Schweiz
Die Ausstellung zeigt die 5 Hauptpreisräger: Green Offices,
Givisiez; Forstwerkhof Burgergemeinde Biel; Dukta, Zürich;
Gemeindesaal und Kirchgemeindehaus Flawil; Montagehalle Pilatus
Aircraft, Stans und weitere 72 ausgezeichnete Werke.
Öffnungszeiten: Mo 7. Dezember ab 18.30 Uhr
Veranstaltungssponsor:
Blumer-Lehmann
AG
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2004 für kulturelles Schaffen der Stadt St.Gallen
Laudatio: "Das Architektur
Forum Ostschweiz für seine vielfältigen Anstrengungen,
die Öffentlichkeit für Fragen der gebauten Umwelt zu
sensibilisieren. In der Förderung der öffentlichen Auseinandersetzung
und dem Bewusstmachen der Architektur im Zeitgeschehen nimmt das
Architektur Forum eine wichtige und wertvolle Aufgabe wahr."
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