Der österreichische Architekt Karl Schwanzer (1918–1975) war schon zu Lebzeiten eine Legende; das von ihm entworfene BMW-Ensemble in München gilt als Architekturikone. Als Professor an der Technischen Hochschule in Wien prägte er mit seinem unkonventionellen Zugang zur Lehre eine ganze Generation von Architekten. Max Grubers kurzweilig-verspieltes Dokumentarfilmporträt, in dem der Wiener Burgschauspieler Nicholas Ofczarek in die Rolle des Architekten schlüpft, zeigt Karl Schwanzer als wegweisenden Pionier und Visionär seiner Generation, der Architektur als «materialisierte Poesie» und als Instrument verstand, die Menschen glücklich zu machen. Ergänzt wird das facettenreiche Porträt mit aktuellem und historischem Bildmaterial und bisher unveröffentlichten Super-8-Filmen aus seinem privaten Archiv. «Er flog voraus» ist ein dichter, vielstimmiger Architekturfilm – und weit mehr als das: ein Film über künstlerisches Schaffen, kreative Leidenschaft und bedingungslose Hingabe an ein Werk. Wojciech Czaja schreibt in Der Standard: «Max Gruber (…) ist es gelungen, Schwanzer in einer grossen Vielschichtigkeit zu porträtieren – als Architekten, Manager, Lehrer, als leidenschaftlichen Visionär und unermüdlichen Workaholic, als einen, der es versteht, das Künstlerische und Programmatische mit dem Unternehmerischen und Pragmatischen zu verbinden.»
Max Gruber, Österreich 2022, dt, 73′
Trailer
Weitere Vorstellung
Do 26. April 2026, 11 Uhr
Gerhard Matzig
Geboren 1963. Studium der Architektur und der Politischen Wissenschaften in Passau und München. 1993 Abschluss als Dipl.-Ing. Univ. Volontariat bei der Passauer Neuen Presse. Danach Buchveröffentlichungen und freie Mitarbeit bei Zeitungen und Zeitschriften. Seit 1997 Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Für seine Artikel über Architektur, Städtebau und Design erhielt Gerhard Matzig zahlreiche Auszeichnungen. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in München.
Bildnachweis
Max Gruber, Lukas Schaller, Salzgeber, Irene Hofer, Stefan Oláh